Akademie för uns kölsche Sproch erhält Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung

Die Akademie för uns kölsche Sproch erhält die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung 2026 für ihren Einsatz für kölsche Dialektpflege.

Von Redaktion LK Rhein-Kreis Neuss2 Min. Lesezeit
Personengruppe bei einer Preisverleihung mit stellvertretender Landrätin Sandra Lohr, Cassia Kürten, Dr. Christina Gallo, Norbert Minwegen und Thomas Cüpper.

V.l.: Stellvertretende Landrätin Sandra Lohr, Cassia Kürten, Dr. Christina Gallo (Leiterin Mundartarchiv), Norbert Minwegen (Geschäftsführer Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn) und Thomas CüpperFoto: Christina Weber / Rhein-Kreis Neuss

V.l.: Stellvertretende Landrätin Sandra Lohr, Cassia Kürten, Dr. Christina Gallo (Leiterin Mundartarchiv), Norbert Minwegen (Geschäftsführer Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn) und Thomas CüpperFoto: Christina Weber / Rhein-Kreis Neuss

Die Akademie för uns kölsche Sproch / Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn ist mit der Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung 2026 geehrt worden. Der Rhein-Kreis Neuss vergibt den Preis gemeinsam mit seinem Internationalen Mundartarchiv „Ludwig Soumagne“ alle zwei Jahre für besondere Verdienste um die rheinische Mundartliteratur und das rheinische Brauchtum.

Überreicht wurde die Auszeichnung von der stellvertretenden Landrätin Sandra Lohr und Cassia Kürten als Vertreterin der Stifterfamilie an Norbert Minwegen. Er nahm den Preis als Geschäftsführer der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn für die Akademie entgegen.

Die Akademie engagiert sich seit vielen Jahren für die Pflege, Vermittlung und Weiterentwicklung des kölschen Dialekts. Nach Angaben des Rhein-Kreises Neuss trägt sie mit Bildungsangeboten, Veröffentlichungen und ihrer öffentlichen Präsenz dazu bei, regionale Sprach- und Kulturtraditionen lebendig zu halten.

In ihrer Begrüßung betonte Sandra Lohr die Bedeutung von Sprache als Teil kultureller Identität. Die Franz-Peter-Kürten-Auszeichnung symbolisiere die Wertschätzung des Rhein-Kreises Neuss gegenüber Menschen und Institutionen, die sich mit Leidenschaft für die Mundartliteratur, die rheinischen Dialekte und das kulturelle Erbe einsetzten. Die Ehrung würdige nicht nur die künstlerische und sprachliche Arbeit, sondern auch das soziale Engagement, das nötig sei, um regionale Identität zu bewahren.

Dr. Christina Gallo, Leiterin des Internationalen Mundartarchivs, erinnerte an den Namensgeber des Preises, den Mundartdichter und volkskundlichen Sammler Franz Peter Kürten. Sie machte deutlich, dass Archive sprachliches und literarisches Erbe bewahren, dieses aber nur dann lebendig bleibe, wenn Menschen es nutzen und weitergeben. Mit Blick auf Franz Peter Kürten sagte sie: „Für ihn war Mundart keine Nostalgie. Sie war ein ganz natürliches Mittel, sich auszudrücken. Eine Sprache, mit der sich auch die eigene Gegenwart beschreiben ließ.“

In einem persönlichen Grußwort würdigte Teresa De Bellis-Olinger, Bürgermeisterin der Stadt Köln, die Akademie als Garant für den Erhalt und die Förderung einer lebendigen und zeitgemäßen kölschen Sprache. Sie hob die besondere Bedeutung der Akademie für die Stadt Köln hervor.

Die Feierstunde wurde von Thomas Cüpper, auch bekannt als „Et Klimpermännche“, mit einer launigen Laudatio begleitet und musikalisch gestaltet. Mit bekannten kölschen Liedern sorgte er für eine lebendige Atmosphäre. Bei „Mir schenke der Ahl e paar Blömcher“ stimmte das Publikum zum Mitsingen ein.

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