80 Jahre nach der Befreiung: Gedenktafel in Detmold erhält bedeutende Erweiterung

Die Gedenktafel an der Alten Synagoge in Detmold wurde aktualisiert und zählt jetzt 226 Namen. Eine emotionale Veranstaltung zur Einweihung findet am 13. Februar statt.

Von Detmolds Redaktion1 Min. Lesezeit

Weitere Opfer treten aus der Anonymität hervor

Neue Gedenktafel an der Alten Synagoge in Detmold

Zum dritten Mal seit 1995 wurde die Gedenktafel in der "Twete Zur Ehemaligen Synagoge" in Detmold erneuert. Die neue Fassung trägt das Datum des 80. Jahrestags der Befreiung von Auschwitz, am 27. Januar 2025.

Hinter den Kulissen: Die Arbeit der Historikerin

Diese neue Tafel, finanziert von der Stadt Detmold, ist das Ergebnis der intensiven Recherchen der Detmolder Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz. Ihre Nachforschungen stützen sich unter anderem auf die Arolsen Archives, eine der umfangreichsten Sammlungen über zivile Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft.

Ein Zeichen gegen das Vergessen

Die erste Tafel aus dem Jahr 1995 zählte 151 Namen. Mit der aktuellen Fassung sind es nun 226 Namen, darunter auch überlebende Verfolgte, die erheblichen Schaden an Körper und Seele erlitten haben.

  • Die Tafel erinnert an Mitglieder der Detmolder Stadtgesellschaft.
  • Zusätzlich gibt ein QR-Code Zugang zum Detmolder Gedenkbuch.
  • Einladung zur Vortragsveranstaltung

    Am Donnerstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr, wird die neue Gedenktafel von Gudrun Mitschke-Buchholz im Haus Münsterberg vorgestellt. Der Eintritt zu der Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Lippe e.V. ist frei.

    Bildunterschrift

    Aus 151 Namen sind 226 geworden: Auf Grundlage der umfangreichen Recherchen der Historikerin Gudrun Mitschke-Buchholz wurde die Gedenktafel in der "Twete An der Alten Synagoge" erneut überarbeitet und aktualisiert.

    Foto: Stadt Detmold

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