Schüsse, Granate, Erpressung: Weiterer Zugriff in Köln
Ein Mann sitzt in Untersuchungshaft – Ermittler sehen Hinweise auf Fälle mit Bezug zum Rockermilieu und suchen weiter nach dem flüchtigen Schützen.

Nach Schüssen auf ein Mehrfamilienhaus in Köln-Höhenhaus im März 2025 hat die Polizei nun einen weiteren Zugriff vollstreckt. Die Ermittlungen stehen nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei Köln weiterhin im Zusammenhang mit einem Fall, der mehrere mutmaßlich schwerwiegende Taten umfasst und Verbindungen ins Rockermilieu aufweisen soll.
Durchsuchungen und Festnahme
Am Donnerstag, 30.04.2026, vollstreckten Ermittler einen Haftbefehl gegen einen Mann, der nach aktuellem Stand unter anderem wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung, gefährlicher Körperverletzung, versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verdächtig ist.
Zeitgleich durchsuchten die Beamten zwei Wohnungen, die dem Kölner Milieu zugeordnet werden. An dem Einsatz waren unter anderem Spezialeinheiten und Hundeführer beteiligt.
Vorwurf: Einschüchterung und Schüsse auf Hausfassade
Den Ermittlungen zufolge soll der inzwischen festgenommene Mann voriges Jahr bislang identifizierte Mittäter damit beauftragt haben, eine Person massiv einzuschüchtern. Ziel sei es gewesen, einen sechsstelligen Geldbetrag zu erpressen.
Im Zuge dieser mutmaßlichen Tat sollen mehrere unbekannte Mittäter am 7. März 2025 mehrfach mit einer Pistole auf die Fassade des Mehrfamilienhauses in Höhenhaus geschossen haben.
Handgranate am Gebäude platziert
Darüber hinaus soll der 30-jährige Beschuldigte am 9. März 2025 mit gezogenem Splint eine Handgranate an dem Gebäude platziert haben. Nach Angaben der Ermittler detonierte die Granate wegen eines Defekts nicht.
Weiterer Vorwurf aus einer Shisha-Bar
Zusätzlich werfen die Ermittler dem Festgenommenen und seinem 24-jährigen mutmaßlichen Komplizen vor, am 20. April 2025 ein weiteres Opfer in einer Shisha-Bar mit Gewalt genötigt zu haben, erneut eine sechsstellige Summe herauszugeben.
Sicherstellung bei den Durchsuchungen
Bei den heutigen Maßnahmen stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone sicher. Waffen wurden nicht gefunden. Verletzt wurde bei den Zugriffen niemand.
Ermittlungen dauern an
Die Ermittlungen laufen weiter, insbesondere zur Identität des flüchtigen Schützen. Zu weiteren Ergebnissen äußerten sich Staatsanwaltschaft und Polizei Köln in der Mitteilung zunächst nicht.
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