Kölner Polizei hofft auf neue Hinweise
In "Aktenzeichen XY... ungelöst" sucht die Kriminalpolizei nach Spuren zu einem Mord von 1992 und einem Raubüberfall von 2021.

Die Kölner Kriminalpolizei richtet sich mit zwei ungeklärten Fällen erneut an die Öffentlichkeit. Am kommenden Mittwochabend, dem 6. Mai, sollen die Fälle in der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst vorgestellt werden. Die Ermittler hoffen dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung, die neue Ansatzpunkte für die Aufklärung liefern könnten.
Ungelöster Mordfall aus der Kölner Innenstadt
Im ersten Fall geht es um einen Mordfall, den der Leiter der Ermittlungsgruppe Cold Cases, Markus Weber, vorstellen wird. Eine 48-jährige Frau wurde damals leblos in ihrer Kölner Innenstadtwohnung aufgefunden. Im Milieu war sie unter dem Namen „Bianca B.“ bekannt und arbeitete als Prostituierte in einem Apartment über dem Spielclub „Picadilly“ auf der Brabanter Straße.
Die Obduktion ergab, dass sie bereits mindestens einen Tag zuvor getötet worden war. Nach Einschätzung der Ermittler spricht vieles dafür, dass es sich um einen Raubmord handelt, da die Wohnung der Frau durchwühlt worden war. Nicht ausgeschlossen wird zudem, dass der Täter ihr letzter Kunde gewesen sein könnte.
Die Polizei fragt nun gezielt nach Beobachtungen aus dem genannten Zeitraum. Im Fokus steht dabei die Frage, wer Bianca B., alias Yvonne, zwischen dem 1. und dem 4. Juli 1992 gesehen hat. Gesucht werden darüber hinaus Informationen, die bislang nicht vorliegen, für die Aufklärung des Falls aber von Bedeutung sein könnten.
Bewaffneter Raubüberfall in Köln-Raderberg
Im zweiten Fall bittet Kriminaloberkommissar Chris van Ven um Hinweise zu einem bewaffneten Raubüberfall, der sich am Abend des 23. Dezember 2021 in Köln-Raderberg ereignete. Nach Angaben der Polizei betraten drei bislang unbekannte Männer den Feinkostgroßhandel „Mare Atlantico“.
Die Täter bedrohten die Anwesenden mit Schusswaffen und gaben mehrere Schüsse in die Luft ab. Während einer der Männer Bargeld aus einem Rollcontainer entwendete, wartete draußen ein vierter Beteiligter in einem dunklen Fluchtfahrzeug. Anschließend entkamen die Täter unerkannt.
Ermittlungen laufen weiter
Beide Fälle zeigen, wie sehr die Ermittler auf Hinweise aus der Öffentlichkeit angewiesen sind. Gerade bei älteren ungeklärten Straftaten können neue Beobachtungen oder bislang nicht mitgeteilte Informationen entscheidend sein. Auch beim Raubüberfall von 2021 könnte jeder zusätzliche Hinweis helfen, die Tatbeteiligten zu identifizieren und die Abläufe zu klären.
Hinweise und gesuchte Bilder
Bilder der Gesuchten sind unter dem angegebenen Link abrufbar. Hinweise zu beiden Fällen nimmt die Kriminalpolizei telefonisch oder per E-Mail entgegen.
Die Polizei Köln setzt damit weiter auf die Mithilfe von Zuschauerinnen und Zuschauern sowie auf mögliche neue Erkenntnisse aus der Bevölkerung. Gerade in Verbindung mit der TV-Ausstrahlung besteht die Hoffnung, dass sich bislang unbekannte Details zu beiden Fällen ergeben.
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