Umfrage zur Kabinettsumbildung: Skepsis dominiert
57 Prozent erwarten eine ähnlich schlechte Arbeit der Bundesregierung, 55 Prozent befürworten einen grundlegenden Wandel.
Artikel anhören
Mehrheit erwartet keine bessere Regierungsarbeit nach Kabinettsumbildung
Die jüngste Umbildung des Bundeskabinetts wird von vielen Deutschen skeptisch beurteilt. Nach einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTREND glauben 12 Prozent, dass die Bundesregierung dadurch besser arbeiten wird. Ebenfalls 12 Prozent erwarten, dass sie genauso gut arbeiten wird wie bisher.
Eine Mehrheit von 57 Prozent ist dagegen der Ansicht, dass die Bundesregierung in neuer Aufstellung genauso schlecht arbeiten wird wie bislang. Weitere 11 Prozent glauben, dass sie künftig sogar schlechter arbeiten wird.
Personelle Änderungen im Bundeskabinett
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat personelle Änderungen in der Bundesregierung vorgenommen. Die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken wird neue Staatsministerin im Kanzleramt. Carsten Linnemann wird neuer Gesundheitsminister, Steffen Bilger neuer Verkehrsminister.
Unterschiede nach Parteianhängerschaft
Unter den Anhängern der Union erwartet eine Mehrheit, dass die Bundesregierung mit neuer Aufstellung genauso gut wie bislang oder besser arbeiten wird. 31 Prozent gehen davon aus, dass sie genauso gut arbeiten wird, 27 Prozent rechnen mit einer besseren Arbeitsweise.
Anhänger aller anderen im Bundestag vertretenen Parteien glauben laut Umfrage jeweils mehrheitlich, dass das Kabinett nach den personellen Wechseln genauso schlecht wie bislang oder schlechter arbeiten wird.
Großer Wunsch nach Veränderungen
Der Wunsch nach Veränderungen in Deutschland ist laut Umfrage ausgeprägt. Mit Blick auf die aktuellen Verhältnisse im Land befürworten 55 Prozent einen grundlegenden Wandel. 37 Prozent wünschen sich einige Kurskorrekturen. 4 Prozent sind der Meinung, es sollte alles so bleiben, wie es ist.
Viele sehen sich beim gerechten Anteil benachteiligt
Die Hälfte der Deutschen glaubt, im Vergleich zu anderen im Land den gerechten Anteil oder mehr zu erhalten. 40 Prozent sagen, sie erhielten den gerechten Anteil, 8 Prozent etwas mehr und 2 Prozent viel mehr als den gerechten Anteil.
Zugleich meinen 26 Prozent, sie erhielten etwas weniger als den gerechten Anteil. 17 Prozent sind der Ansicht, sie bekämen viel weniger als den gerechten Anteil.
In Ostdeutschland ist gut jeder Zweite der Meinung, etwas weniger oder viel weniger als den gerechten Anteil zu erhalten. 29 Prozent sagen dort, sie erhielten etwas weniger, 23 Prozent viel weniger. Bundesweit vertreten sieben von zehn AfD-Anhängern diese Sicht. 34 Prozent von ihnen geben an, etwas weniger als den gerechten Anteil zu erhalten, 36 Prozent viel weniger.
Daten zur Befragung
Für den ARD-DeutschlandTREND wurden 1.297 Wahlberechtigte befragt. Die Erhebung fand von Montag bis Mittwoch dieser Woche statt, konkret vom 3. August bis 5. August 2026. Es handelte sich um eine zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung unter Wahlberechtigten ab 18 Jahren in Deutschland. Die Schwankungsbreite liegt bei 2 bis 3 Prozentpunkten.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.