Lemgo setzt Maßstäbe im sozialen Wohnungsbau

Lemgo führt im Kreis Lippe mit 33 geförderten Mietwohnungen pro 1.000 Einwohner im sozialen Wohnraum und plant weitere Ausbauprojekte.

Von Redaktionsteam Lemgo2 Min. Lesezeit

Die Alte Hansestadt Lemgo nimmt im Kreis Lippe eine Vorreiterrolle in Sachen sozialer Wohnraum ein. Wie eine aktuelle Erhebung zeigt, verfügt keine andere der 16 lippischen Städte über einen so großen Bestand an geförderten Mietwohnungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl wie Lemgo.

Bedeutung des Wohnberechtigungsscheins

Bürgerinnen und Bürger mit einem erhalten Zugang zu besonders günstigen Mietwohnungen. In Lemgo ist die Wahrscheinlichkeit, ein solches Angebot zu finden, derzeit im gesamten Kreisgebiet am höchsten.

Laut aktueller Statistik kommen in Lemgo auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner 33 öffentlich geförderte Mietwohnungen. Damit belegt die Stadt kreisweit den Spitzenplatz.

Kommunale Strategien zur Wohnraumförderung

Bürgermeister Markus Baier bewertet diese Entwicklung als Erfolg, erkennt jedoch den weiter steigenden Bedarf und betont die Notwendigkeit, das Angebot auszubauen. In seiner Stellungnahme hebt er hervor:

"Der Bedarf an preisgebundenem Wohnraum steigt. Es ist zwar toll, dass wir derzeit die meisten Sozialwohnungen pro Kopf lippeweit haben, doch wir müssen dranbleiben, damit zukünftig noch mehr Wohnraum geschaffen wird. Dabei berücksichtigen wir einerseits die Planung neuer Baugebiete, aber es ist auch etwas, worum es bei unserer beschlossenen Genossenschaft geht. Der Markt hat das in den letzten Jahren leider nicht immer von selbst geregelt, deswegen werden wir uns da künftig engagieren", bekräftigt Bürgermeister Markus Baier.

Die Stadt verfolgt einen mehrgleisigen Ansatz zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus. So sind zum Beispiel in neu geplanten Baugebieten wie am Lehnsland rund 20 Prozent der Flächen für den sozialen Wohnungsbau reserviert. Die Gründung einer städtischen Genossenschaft soll die gezielte Schaffung bezahlbaren Wohnraums weiter vorantreiben.

Vergabe- und Förderpraxis

Auch beim Verkauf von städtischen Grundstücken greift eine spezielle Vergaberichtlinie. Diese sieht unter anderem vor, dass Haushalte mit niedrigem Einkommen und Vermögen günstigere Preise erhalten. Zusätzlich werden soziale Kriterien wie Kinderzahl, pflegebedürftige Haushaltsangehörige und die Freimachung weiteren sozialen Wohnraums durch Eigentumserwerb berücksichtigt.

Perspektiven für den Wohnungsmarkt in Lemgo

Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen will die Stadt nicht nur ihre Spitzenposition behaupten, sondern aktiv den steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum decken. Lemgo belegt mit seinem Engagement in Lippe weiterhin eine Vorbildfunktion.

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