Lemgo lädt zur Auftaktveranstaltung für den geplanten Bürgerbus ein

Lemgo startet Bürgerbus: Auftakt am 1. Oktober um 18 Uhr im STADTBUS-Zentrum. Gesucht werden Fahrer und Organisierende.

Von Redaktionsteam Lemgo2 Min. Lesezeit
Vier Personen stehen nebeneinander und posieren vor einer Veranstaltungs- oder Infoumgebung im Zusammenhang mit dem Bürgerbus Lemgo.

von links: Olaf Hagenow, Jürgen Kleß, Stefan Klußmann und Hendric Schwär-Fröhlich (Foto: Alte Hansestadt Lemgo)© Alte Hansestadt Lemgo

von links: Olaf Hagenow, Jürgen Kleß, Stefan Klußmann und Hendric Schwär-Fröhlich (Foto: Alte Hansestadt Lemgo)© Alte Hansestadt Lemgo

In Lemgo soll ein Bürgerbus künftig Lücken im Nahverkehr schließen. Bei einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 1. Oktober, informieren die Alte Hansestadt Lemgo und die Stadtwerke Lemgo über das Vorhaben und werben zugleich um Unterstützung. Beginn ist um 18 Uhr im STADTBUS-Zentrum an der Mittelstraße 131-133.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Ortsteile und Wohnbereiche besser anbinden lassen, die bisher nicht vom STADTBUS erreicht werden. Geplant ist ein Kleinbus mit bis zu acht Fahrgastplätzen, der auf festen Strecken nach Fahrplan unterwegs sein soll. Der Bürgerbus ist dabei ausdrücklich als Ergänzung zum bestehenden Angebot gedacht. An geeigneten Haltestellen soll ein Umstieg in den STADTBUS möglich sein, um auch die Innenstadt und weitere Ziele zu erreichen.

Mögliche Strecken stehen noch nicht fest

Vor dem Start der öffentlichen Gespräche hat ein Gutachterbüro das Stadtgebiet, die bisherigen STADTBUS-Routen und mögliche Ziele untersucht. Genannt werden unter anderem Wiembeck, Welstorf und der Friedhof Lüningheide. Welche Linien später tatsächlich gefahren werden, ist aber noch offen. Das hängt laut Mitteilung sowohl von der Zahl der Fahrerinnen und Fahrer als auch von den Entscheidungen des künftigen Bürgerbus-Vereins ab.

Die Auftaktveranstaltung markiert den Beginn der nächsten Projektphase. Nach dem Termin in der Innenstadt sind weitere Gespräche in den Ortsteilen geplant. Danach soll ein Bürgerbus-Verein gegründet werden. Erst wenn genügend Ehrenamtliche gewonnen und die organisatorischen Voraussetzungen erfüllt sind, sollen Fahrzeuganschaffung und Vorbereitung des Fahrbetriebs folgen.

Gesucht werden Fahrerinnen, Fahrer und Organisierende

Damit der Bürgerbus überhaupt starten kann, braucht das Projekt vor allem Ehrenamtliche. Gesucht werden nicht nur Fahrerinnen und Fahrer, sondern auch Menschen, die sich um Vereinsorganisation, Dienstplanung oder Verwaltung kümmern möchten.

Nach den bisherigen Planungen werden für einen verlässlichen Betrieb rund 25 Fahrerinnen und Fahrer benötigt. Vorgesehen sind derzeit zwei bis vier Einsätze im Monat mit jeweils zwei bis vier Stunden Dienstzeit. Nach Darstellung der Projektbeteiligten soll sich dieses Engagement möglichst gut mit dem Alltag der Freiwilligen vereinbaren lassen.

Voraussetzungen für den Einsatz am Steuer

Wer selbst fahren möchte, muss einige Bedingungen erfüllen:

  • mindestens 21 Jahre alt sein,
  • seit mindestens zwei Jahren einen Führerschein der Klasse B oder der früheren Klasse 3 besitzen,
  • einen Gesundheitscheck nachweisen,
  • eine Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung haben.

Die Kosten für Gesundheitscheck und Fahrgastbeförderungserlaubnis soll der künftige Bürgerbus-Verein übernehmen.

Auftakt mit Diskussion und Ideensammlung

Die Veranstaltung am 1. Oktober soll nicht nur Informationen liefern, sondern auch Raum für Mitarbeit bieten. Geplant sind neben einem Überblick zum aktuellen Stand eine Podiumsdiskussion, Werkbänke zur gemeinsamen Ideensammlung und die Abstimmung der nächsten Schritte.

Dabei sein werden laut Mitteilung Bürgermeister Markus Baier, das begleitende Gutachterbüro, Verantwortliche aus Stadtverwaltung und Stadtwerken sowie weitere Fachleute. Die Auftaktveranstaltung ist auf etwa zwei Stunden angesetzt.

Förderung und Ziele des Projekts

Unterstützt wird das Projekt von der LEADER-Region „3L in Lippe“ mit Fördermitteln der Europäischen Union. Nach Angaben der Beteiligten geht es nicht nur um eine bessere Verbindung einzelner Ortsteile. Der Bürgerbus soll auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, ehrenamtliches Engagement stärken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Weitere Informationen

Informationen zum Projekt und zu den Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen, gibt es unter www.buergerbus-lemgo.de.

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