Geschichte am Friedhof entdecken
Führung am Tag des offenen Denkmals beleuchtet den lippischen Fürstin-Friedhof und seine Kapelle

Am Sonntag, den 21. September, bietet sich für Interessierte die Gelegenheit, an einer besonderen Führung über den Friedhof an der Rintelner Straße teilzunehmen. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr am Eingang „Hinter dem Friedhof“ und ist Teil des Nachprogramms zum Tag des offenen Denkmals.
Geschichte und Entwicklung des Friedhofs
Manfred Behrend wird während der Führung umfassend über die Ursprünge des Friedhofs, seine Entwicklung im Laufe der Zeit sowie markante Besonderheiten informieren. Der Friedhof an der Rintelner Straße wurde auf Initiative der lippischen Fürstin Pauline eingerichtet, die von 1818 bis zu ihrem Tod auch als Bürgermeisterin der Stadt Lemgo tätig war. Die offizielle Einweihung des Friedhofs erfolgte am 23. Juni 1820.
Einfluss von Fürstin Pauline
Die Schaffung des Friedhofs „vor dem Neuen Tore“ gilt als ein bedeutendes Kapitel in der Stadtgeschichte. Fürstin Pauline setzte sich maßgeblich dafür ein, um neue Begräbnisstätten außerhalb der damaligen Stadtgrenzen zu ermöglichen.
Architektonische Besonderheiten und Entwicklungen
Im Jahr 1948 wurde der Friedhof um eine Toranlage im nordöstlichen Bereich zum Müdenkamp hin erweitert. Ebenfalls entstand in diesem Jahr eine Friedhofskapelle, die heute unter Denkmalschutz steht. Diese Gebäude sind wichtige Zeugnisse der regionalen Baugeschichte und prägen das Erscheinungsbild des Friedhofs.
Veranstaltungsinformation
Die Führung richtet sich an alle, die mehr über die lokale Geschichte Lemgos und den Wandel der Begräbniskultur erfahren möchten. Interessierte sind eingeladen, sich vor Ort ein Bild von den geschichtlichen und architektonischen Facetten des Friedhofs zu machen.
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