Erinnerung an die Novemberpogrome in Bad Münstereifel

Bad Münstereifel gedenkt der Novemberpogrome mit Stolperstein-Reinigung und Gedenkakt am 10. November – Erinnern gegen Antisemitismus und für ein respektvolles Miteinander.

Von Redaktionsteam Bad Münstereifel2 Min. Lesezeit

Der 9. November 1938 bleibt ein tiefer Einschnitt in der deutschen Geschichte. Er gilt als Auftakt der sogenannten Novemberpogrome, in deren Verlauf zahlreiche jüdische Bürgerinnen und Bürger verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Erinnerung an diese Ereignisse ist auch heute noch von großer Bedeutung, und regelmäßige Gedenkveranstaltungen dienen dazu, das historische Bewusstsein wachzuhalten und zur Achtsamkeit gegenüber allen Formen von Diskriminierung zu mahnen.

Stolpersteine als Orte der Erinnerung in Bad Münstereifel

Wie in vielen anderen Städten Nordrhein-Westfalens sind auch in Bad Münstereifel verlegt. Diese Steine erinnern passantenwirksam an die Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens, die einst in Bad Münstereifel lebten und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden.

Gerade vor den Häusern in der Heisterbacher Straße 36/38 sind Stolpersteine zu finden, die an das Schicksal der Betroffenen mahnen. Sie bieten einen persönlichen Zugang zur Geschichte und machen das abstrakte Leid greifbar.

Gedenkaktion mit Schülerinnen und Schülern

Um das Bewusstsein für die lokalen Auswirkungen des NS-Regimes auch bei jüngeren Generationen zu stärken, werden Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen aus Bad Münstereifel die Stolpersteine anlässlich des Jahrestages reinigen. Die Aktion geschieht mit Unterstützung durch Bürgermeister Sebastian Glatzel.

Die Stadt Bad Münstereifel lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger dazu ein, dieser Gedenkaktion beizuwohnen und gemeinsam an die Opfer der Novemberpogrome zu erinnern.

  • Datum: Montag, 10. November
  • Uhrzeit: 12 Uhr
  • Ort: Heisterbacher Straße 36/38, Bad Münstereifel
  • Offizieller Gedenkakt mit Bürgermeister Glatzel

    Im Anschluss an die Reinigung der Stolpersteine wird Bürgermeister Sebastian Glatzel einen offiziellen Gedenkakt am ehemaligen Standort der jüdischen Synagoge in der Orchheimer Straße (Höhe Hausnummern 17/19) abhalten. Dieser Akt soll ein sichtbares Zeichen für das historische Bewusstsein und gegen das Vergessen setzen.

    Bedeutung des Gedenkens und gesellschaftlicher Auftrag

    Die regelmäßige Pflege der Stolpersteine und die begleitende Erinnerungskultur verdeutlichen die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Sie ist ein Auftrag an die gesamte Gesellschaft, sich gegen Antisemitismus und Rassismus zu positionieren und ein respektvolles Miteinander zu fördern.

    Die Beteiligung von jungen Menschen und kommunalen Amtsträgern wie Bürgermeister Sebastian Glatzel unterstreicht die Relevanz, die Erinnerung an das Geschehen wachzuhalten – damit sich die Schrecken der Vergangenheit niemals wiederholen.

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