Erster Baugrund im Europa-Viertel Rheine verkauft

Im Europa-Viertel Rheine startet inklusives Wohnen mit 53 geförderten und barrierefreien Einheiten, unterstützt durch 7,5 Mio. Euro Fördermittel.

Von Redaktion Rheine2 Min. Lesezeit
Erster Baugrund im Europa-Viertel Rheine verkauft

Foto: rheine.de

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Im Europa-Viertel am Waldhügel in Rheine wurde durch die Beurkundung des ersten externen Baugrundstücks ein weiterer bedeutender Meilenstein in der Entwicklung des neuen Stadtquartiers erreicht. Diese Beurkundung erfolgte durch Simon Muldbücker von der E4 Immobilien GmbH & Co. KG sowie den Rechtsanwalt und Notar Matthias Jansen. Die Teilnahme von Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann an diesem Termin unterstreicht die städtebauliche Relevanz des Projektes für Rheine.

Neues Wohnkonzept mit Inklusion und Gemeinschaft

Das Neubauprojekt der E4 Immobilien GmbH & Co. KG entsteht in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Berlekamp Architekten. Ein zentrales Element ist die bewusste Berücksichtigung inklusiver Wohnformen. Im Bauteil A, der zur Mittelstraße orientiert ist, werden insgesamt 21 Wohneinheiten errichtet, die von der diakonischen Stiftung Wittekindshof betreut werden.

  • 14 Wohneinheiten befinden sich in den unteren beiden Etagen und werden intensiv ambulant betreut.
  • Im zweiten Obergeschoss sind sieben weitere ambulant betreute Wohnungen vorgesehen.
  • Jede Wohneinheit verfügt über einen kombinierten Wohn- und Schlafbereich, eine eigene Küche, einen separaten Raum, ein behindertengerechtes Bad sowie einen Balkon. Darüber hinaus bieten Gemeinschaftsräume mit großen Einbauküchen auf jeder Etage Platz für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten.

    Wohnraumvielfalt und soziale Durchmischung

    Im separat erschlossenen Bauteil B/C zur Rigaer Straße entstehen weitere 32 Wohneinheiten mit 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen. Die Hälfte davon wird im geförderten Wohnungsbau realisiert. Jeder Gebäudeteil ist als eigenständige Wohneinheit geplant, gemeinsames Leben und soziale Vernetzung werden durch gemeinschaftlich nutzbare Flächen im Innenhof gefördert.

    Finanzielle Unterstützung und besondere Förderkonditionen

    Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt die Quartiersentwicklung durch Fördermittel in Höhe von 7,5 Millionen Euro. Da das Europa-Viertel als Quartiersmaßnahme anerkannt ist, fließen Mittel aus einem speziellen Fördertopf direkt in das Projekt. Zudem hat die Stadt Rheine beim Ankauf des Kasernengeländes von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) einen sogenannten Verbilligungsabschlag von 25.000 Euro pro öffentlich geförderter Wohnung verhandelt. Dieser Preisvorteil kommt den Investoren unmittelbar zugute.

    Aktueller Stand und Ausblick

    Der erste Vermarktungsabschnitt ist bereits vollständig vergeben. Für Interessierte stehen voraussichtlich ab Ende September im zweiten Abschnitt erneut Grundstücke zur Verfügung.

    Mit dem aktuellen Bauabschnitt und der Förderung durch Land und Stadt setzt das Europa-Viertel deutliche Impulse für inklusives und gefördertes Wohnen in Rheine. Die gemeinsame Nutzung von Gemeinschaftsräumen und Innenhöfen verspricht ein lebendiges Quartier mit vielfältigen sozialen Kontakten und kurzen Wegen.

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