Niederkassel warnt vor Haustürgeschäften mit Photovoltaik und Wärmepumpen

Niederkassel warnt vor Haustürgeschäften: Anrufer erwecken einen Stadtauftrag, doch es gibt keine Stichtage oder Zwangssanierung – Pflichten ggf. nach GModG.

Von Redaktion Niederkassel1 Min. Lesezeit

Stadt warnt vor Haustürgeschäften rund um PV-Anlagen und Wärmepumpen

Die Stadt Niederkassel warnt vor gezielten Haustürgeschäften im Stadtgebiet. Nach Angaben der Verwaltung wurden Eigentümer älterer Immobilien kontaktiert und unter Druck gesetzt, um sie zum Abschluss von Verträgen für Photovoltaikanlagen oder Wärmepumpen zu bewegen. Dabei seien Unwahrheiten verbreitet worden.

Nach Darstellung der Stadt beginnt der Ablauf zunächst mit einem Telefonanruf. Dabei werde der Eindruck erweckt, die Anrufer handelten im Auftrag der Stadt Niederkassel. Anschließend werde ein städtischer Mitarbeiter angekündigt, der angeblich Zertifikate ausstelle. Dieser erscheine dann kurzfristig vor Ort und erkläre, es gebe einen Stichtag, bis zu dem bestimmte Immobilien eine bestimmte Energieeffizienzklasse erreichen müssten.

Die Stadt stellt dazu klar, dass sie niemanden beauftragt hat, den Sanierungszustand von Häusern im Stadtgebiet zu überprüfen. Außerdem gebe es keine Stichtage, bis zu denen ein Haus eine bestimmte Energieeffizienzklasse erreichen oder einhalten müsse. Ebenfalls werde kein Hausbesitzer dazu gezwungen, sein Haus energetisch zu sanieren, sofern die Immobilie nicht veräußert werden soll und die Eigentümer seit mindestens 2002 selbst darin wohnen.

Zusätzlich weist die Stadt darauf hin, dass es keine pauschale Sanierungspflicht allein aufgrund der Effizienzklasse gibt. Pflichten können laut Mitteilung aber nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) etwa bei einem Eigentümerwechsel bestehen. Die Verbraucherzentrale informiert hierzu nach Angaben der Stadt weiter.

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

Einfache Sprache

Die Google-Cookie-Einstellungen sind noch nicht verfügbar. Ein Browser-Schutz kann das Laden verhindern. Ohne Zustimmung werden keine Google-Anzeigen freigegeben.

Datenschutz