Innovatives Lernen in Minden: PRIMUS-Schule setzt Maßstäbe

Die PRIMUS-Schule Minden revolutioniert NRW-Bildung mit chancengerechtem Lernen ohne Noten und wissenschaftlich geprüfter Förderung bis Klasse 10.

Von Redaktion Minden2 Min. Lesezeit

Die PRIMUS-Schule in Minden hat sich zu einem richtungsweisenden Bestandteil der Bildungslandschaft in Nordrhein-Westfalen entwickelt. Gegründet im Rahmen eines landesweiten Schulversuchs im Jahr 2013/14, verfolgt sie das Ziel, Chancengerechtigkeit von der ersten bis zur zehnten Klasse zu fördern und Bildungsbrüche zu vermeiden. Mit der jüngsten gesetzlichen Entscheidung zur dauerhaften Verankerung dieses Modells im Schulrecht ist die Zukunft der Schule gesichert.

Gemeinsam Lernen: Das Konzept der PRIMUS-Schule

Im Mittelpunkt der PRIMUS-Schule steht das gemeinsame und jahrgangsübergreifende Lernen. Der Verzicht auf Noten in den ersten acht Jahren und die Dokumentation individueller Lernfortschritte ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, sich in ihrem eigenen Tempo zu entwickeln.

  • Individuelle Förderung statt klassischer Noten bis Jahrgang 8
  • Offene Lernformen für persönliche Entwicklung
  • Fächerübergreifender Projektunterricht wie „Kinder dieser Welt“
  • Breites Ganztagsangebot in MINT, Musik und Sport
  • Starke Betonung auf Inklusion, soziales Lernen und Verantwortung
  • Die Schule versteht sich als verlässlicher Lern- und Lebensraum, der die klassischen Grenzen des Unterrichts erweitert und neue Wege aufzeigt.

    Erfolg durch wissenschaftliche Begleitung

    Seit ihrer Gründung wird die PRIMUS-Schule von den Universitäten Münster und Oldenburg begleitet. Die Forschungsergebnisse bestätigen den positiven Einfluss des Modells:

    • Viele Kinder erreichen höhere Abschlüsse als zunächst erwartet
    • Der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg wird abgemildert
    • Positive Ergebnisse bei Kompetenztests
    • Insbesondere profitieren Kinder aus benachteiligten Familien vom Mindener Modell, wie Vergleichsarbeiten und Studien belegen.

      Kultur der Gemeinschaft und Verantwortung

      Lehrkräfte und Eltern heben die kontinuierliche Bildungsbiografie und die besondere Schulkultur hervor. Ehemalige Schülerinnen und Schüler berichten, dass sie frühzeitig Verantwortung für ihr Lernen und das Lernen anderer übernommen haben – Kompetenzen, die weit über den schulischen Alltag hinausreichen.

      Auszeichnungen und internationale Resonanz

      2019 wurde die PRIMUS-Schule als eine der 20 besten Schulen Deutschlands mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Prämiert wurden insbesondere die Leistungen in Vielfalt und Unterrichtsqualität sowie das starke Verantwortungsbewusstsein.

      Auch international stößt das Konzept auf Interesse: Regelmäßig besuchen Delegationen aus Ländern wie Belgien, China, Japan und der Schweiz die Schule. Zudem finden sich Elemente des Modells in der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften wieder.

      Zukunft und Weiterentwicklung

      Durch die gesetzliche Verankerung ist das Zukunftskonzept gesichert. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Schulplätzen und es entsteht die Frage, wie das erfolgreiche Modell auch andernorts umgesetzt werden kann.

      Schon jetzt ist deutlich: Die PRIMUS-Schule Minden trägt maßgeblich zur Vielfalt und Qualität der regionalen Bildungslandschaft bei – und wirkt weit über die Stadtgrenzen hinaus.

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