Warnung vor alten Dachkonstruktionen in Menden

Stadt Menden bittet um Hinweise zu potenziell gefährdeten Dachkonstruktionen aus 1958–1970 zur Vermeidung weiterer Einstürze.

Von Redaktion Menden (Sauerland)2 Min. Lesezeit

Die Stadt Menden ruft gemeinsam mit anderen Bauaufsichtsbehörden in Nordrhein-Westfalen die Bevölkerung zur aktiven Unterstützung auf: Im Fokus steht die Identifizierung potenziell schadhafter Dachkonstruktionen aus einer bestimmten Zeitspanne. Hintergrund ist ein Vorfall vor zwei Jahren, bei dem das Dach einer Kirche einstürzte. Die Überprüfung ist Teil einer landesweiten Sicherheitsinitiative.

Hintergrund: Einsturz einer Dachkonstruktion weist auf Risiken hin

Der Auslöser für die aktuelle Überprüfung ist der Einsturz eines Kirchendachs, bei dem nach heutigem Kenntnisstand eine spezielle Bauweise eingesetzt wurde. Diese Bauweise stammt ursprünglich von der "A-hallenbau GmbH Höxter - Ottbergen" und wurde auch von weiteren Unternehmen wie Fritz & Sohn (Tübingen), Friedrich Hagenmaier (Ulm) sowie De Groot’s Houtbouw (Vroomshoop, Niederlande) genutzt.

Laut Einschätzung des Büros HAZ Kassel war die Tragkonstruktion dieser Bauweise maßgeblich am Versagen beteiligt. Die bauaufsichtliche Zulassung für die betroffenen Konstruktionen galt vom 23.12.1958 bis zum 30.11.1970 – somit sind hauptsächlich Gebäude mit einem Baujahr aus diesem Zeitraum betroffen.

Derzeit fehlen wegen der Firmenauflösung im Jahr 1995 verlässliche Unterlagen über die damals errichteten Objekte. Eine umfassende Dokumentation ist daher nicht möglich, weshalb die Mithilfe der Bevölkerung entscheidend ist.

Welche Gebäude könnten betroffen sein?

Bei der betroffenen Konstruktion handelt es sich um Holzstegträger mit Leimverbindungen, die für große Stützweiten verwendet wurden. Solche Bauweisen wurden mutmaßlich besonders häufig in größeren Gebäuden verwendet, etwa:

  • Öffentliche Gebäude
  • Landwirtschaftliche Gebäude
  • Gewerbe- und Industriebauten
  • Aufruf zur Beteiligung: Hinweise dringend erbeten

    Um die Sicherheit der betroffenen und umliegenden Gebäude zu gewährleisten, werden alle Bürgerinnen und Bürger, Eigentümer oder auch Personen mit Kenntnissen um die Verwendung solcher Dachkonstruktionen gebeten, sich an die Abteilung Planung und Bauordnung der Stadt Menden zu wenden. Insbesondere relevant sind Hinweise auf Objekte aus der Zulassungsperiode zwischen 1958 und 1970.

    Abteilung Planung und Bauordnung, Stadt Menden: Meldungen und Hinweise zu Dachkonstruktionen: 02373 - 9031613

    Ansprechpartnerin für weitere Auskünfte

    Für Rückfragen steht zudem Frau Vanessa Wittenburg aus dem Bürgermeisterbüro als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

    Frau Vanessa Wittenburg: Bürgermeisterbüro

    Die Stadt Menden unterstreicht, wie wichtig das Engagement der Bevölkerung für die Aufklärung und Prävention potenzieller Gefahren ist. Durch die Identifikation gefährdeter Dächer kann die Sicherheit für zahlreiche Gebäude und deren Nutzerinnen und Nutzer maßgeblich erhöht werden.

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