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UN-Generalversammlungspräsidentin kritisiert USA scharf

Annalena Baerbock bemängelt fehlende Waffenruhe-Forderung in Ukraine-Resolution und warnt vor Regelbruch

Von Redaktion
UN-Generalversammlungspräsidentin kritisiert USA scharf
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Die Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen und ehemalige Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen) hat das Vorgehen der USA bei der jüngsten UN-Resolution zur Ukraine öffentlich kritisiert. In der Talksendung „maischberger“ erläuterte sie die Hintergründe und zeigte sich insbesondere über das amerikanische Verhalten bei der Abstimmung enttäuscht.

Kritik an US-Vorgehen bei UN-Resolution

Baerbock betonte in der Sendung, dass die US-amerikanische Delegation „bewusst“ einen wichtigen Passus aus der Resolution entfernt habe. Dieser Passus sollte einen „dauerhaften, gerechten Frieden“ sicherstellen. Die ehemalige Bundesaußenministerin hob hervor, dass in der Vergangenheit wiederholt beschlossen worden sei, dass Frieden nur dann nachhaltig sein kann, wenn er auf Gerechtigkeit basiert. Dies sei eng mit den internationalen Regeln verbunden, die die territoriale Integrität und Souveränität aller Staaten schützen.

Rolle der Vereinten Nationen und die weltpolitische Bedeutung

Zum vierten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine hatte die UN-Vollversammlung eine sofortige und bedingungslose Waffenruhe gefordert. Bemerkenswert sei laut Baerbock, dass die USA „zum ersten Mal“ eine Abstimmung über entsprechende Maßnahmen nicht unterstützten. Dies empfinde sie als „frustrierend“.

Verteidigung internationaler Spielregeln

Baerbock äußerte zudem die grundlegende Frage, ob die stärksten Staaten der Welt bereit seien, die gemeinsamen Spielregeln der UN-Charta weiterhin zu akzeptieren. Es gehe darum, ob ein Überfall auf Nachbarländer als akzeptabel betrachtet werde. Falls diese Regeln nicht mehr respektiert würden, drohe laut Baerbock eine Welt in Regellosigkeit.

Hintergrund der Sendung und Produktion

Die Talksendung „maischberger“, in der Annalena Baerbock ihre Kritik äußerte, ist eine Gemeinschaftsproduktion von ARD Das Erste. Die Sendung wird vom WDR in Zusammenarbeit mit Vincent productions GmbH hergestellt.

Die Debatte rund um die aktuellen Entwicklungen bei den Vereinten Nationen und das Verhalten führender Mitgliedsstaaten unterstreicht die Brisanz geopolitischer Entscheidungsprozesse. Die nächsten Schritte der internationalen Gemeinschaft werden mit Spannung verfolgt.

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