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Sexueller Missbrauch an Kindern: Ein Tabu wird gebrochen

ZDF „Volle Kanne“ beleuchtet Prävention, digitale Gefahren und Hilfsangebote am 20. Februar 2026

Von Redaktion
Sexueller Missbrauch an Kindern: Ein Tabu wird gebrochen
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Das ZDF-Vormittagsmagazin "Volle Kanne – Service täglich" widmet sich in der Ausgabe am Freitag, 20. Februar 2026, ab 9:05 Uhr einem besonders sensiblen Thema: dem Kampf gegen sexuellen Missbrauch an Kindern. Mit einem breit gefächerten thematischen Schwerpunkt legt die Sendung den Fokus auf Prävention, Aufklärung und konkrete Hilfsangebote.

Prävention und Aufklärung als zentrales Anliegen

In mehreren Beiträgen beleuchtet die Sendung präventive Maßnahmen, die Eltern, Schulen und Vereine ergreifen können, um Kinder zu schützen. Ziel ist es, für das Thema zu sensibilisieren und Hilfsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Am Frühstückstisch der Sendung sind Moderator Florian Weiss sowie Kerstin Claus, die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch, zu Gast. Kerstin Claus betont: „Sexuelle Gewalt ist kein abstraktes Thema, das irgendwo weit weg passiert, sondern ganz nah und überall. Deshalb sollte es selbstverständlich sein, darüber zu reden – gerade am Frühstückstisch. Wir müssen besser werden, um Kinder zu schützen. Tabuisierung hilft nur den Tätern.“

Persönliche Einblicke und neue Herausforderungen

Emotional bewegende Berichte verdeutlichen die Auswirkungen von Missbrauch: Einer der Beiträge schildert die Manipulation Minderjähriger und Grenzverletzungen, die in einem Sportverein stattgefunden haben. Ein Schwimmtrainer belästigte dabei eine Elfjährige mit sexualisierten Nachrichten.

Besonders im Fokus steht die Schwierigkeit, Missbrauch zu erkennen und zu thematisieren. Die Sendung geht auf das Verhalten von Opfern ein, die oftmals lange schweigen und Täterverhalten loyal entschuldigen, weil sie sich schuldig fühlen. Eine betroffene Schwimmschülerin schildert ihre Sicht der Dinge eindrucksvoll in einem O-Ton.

Kaum bekannte Straftatbestände und digitale Gefahren

Die Redaktion widmet sich zudem selten beleuchteten Aspekten wie vorbereitenden Handlungen zur Herstellung von Missbrauchsdarstellungen durch Kinder selbst – eine Tat, die strafbar ist. Auch neue, digitale Bedrohungen, wie etwa durch den Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erstellung missbräuchlicher Bilder, kommen zur Sprache. Hierzu wird Erika Bartsch vom Medienprojekt "Mit Medien e.V." aus Erfurt vorgestellt, die sich in Thüringen der Präventionsarbeit an Schulen widmet.

Einsatz der Behörden und Unterstützung für Betroffene

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kriminalpolizeilichen Praxis. Das Team der Sendung besucht das Landeskriminalamt Düsseldorf sowie die Zentrale Auswertungs- und Sammelstelle für Missbrauchsabbildungen von Kindern und Jugendlichen. Hier gehen pro Woche rund 500 Hinweise ein, die von der ersten Analyse bis hin zur Identifizierung akuter Missbrauchsfälle ausgewertet werden.

Das Dezernat 43 hat ein Hilfetelefon ins Leben gerufen. Hier können sich Menschen melden, die Beobachtungen gemacht haben, die auf sexuellen Missbrauch hindeuten.

Gesellschaftliche Verantwortung und die Bedeutung offener Gespräche

Die Sendung unterstreicht die Notwendigkeit, offen und unvoreingenommen über sexuelle Gewalt zu sprechen. Tabuisierung, so der Tenor, schützt vor allem die Täter – und nicht die Kinder.

Mit diesem Themenschwerpunkt setzt "Volle Kanne – Service täglich" ein klares Zeichen gegen das Schweigen und für eine starke, gemeinschaftliche Prävention. Die Redaktion lädt Betroffene, Angehörige und die Öffentlichkeit dazu ein, das Angebot der Sendung wahrzunehmen und aktiv am Schutz von Kindern mitzuwirken.

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