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Hockey-EM: Deutschland kämpft sich zu Remis gegen England

Kritik an Chancenverwertung bei Strafecken – Bundestrainer Henning peilt Gruppensieg an

Von Redaktion

Die deutsche Herren-Hockey-Nationalmannschaft hat im zweiten Gruppenspiel der Heim-EM in Mönchengladbach gegen England ein 1:1-Unentschieden erreicht. Nach einem Rückstand ab dem dritten Viertel zeigte das DHB-Team erneut Comeback-Qualitäten und erkämpfte sich acht Minuten vor Schluss den Ausgleich. Trotz der verpassten Siegchance und einer schwachen Strafeckenquote erkennt das Team eigene Stärken sowie Verbesserungspotenzial.

Spielverlauf und Schlüsselereignisse

Die Partie begann ausgeglichen, bis die Engländer kurz vor dem dritten Viertel das Führungstor erzielten. Deutschland erhöhte daraufhin den Druck und kam mit Offensivdrang zurück ins Spiel. Ein Videobeweis trug zur Entscheidungsfindung bei. Der späte Ausgleich unterstrich den Kampfgeist und die Resilienz der deutschen Auswahl.

Bundestrainer André Henning würdigte die Leistung seiner Mannschaft: "Mehr Mut und Risikofreude" seien gefragt, lobte aber gleichzeitig den Willen der Spieler, das Spiel noch zu drehen.

Stimmen aus dem Team und Expertenmeinungen

Thies Prinz zeigte sich zufrieden mit dem Auftreten des Teams: "Wir können darauf vertrauen, dass das Team Rückstände wettmacht. Das haben wir schon gezeigt. Natürlich wäre ein Sieg schöner gewesen, aber das ist absolut machbar. Ich bin ganz zufrieden." Gerade die Strafecken bleiben ein Thema: Lediglich eine von neun konnte genutzt werden. "Ich habe volles Vertrauen in die Strafecken. Die müssen einfach reingehen", so Prinz.

Auch Gonzalo Peillat äußerte sich kritisch zur Chancenverwertung bei Strafecken, würdigte jedoch die starke defensive Leistung der Engländer: "Unsere Ecke ist normalerweise sehr gut. Die gegnerische Defense hat heute gut verteidigt."

Experte Niklas Wellen stuft das Remis gelassen ein: "Das muss man schnell abschütteln. Wir haben gegen einen schwierigen Gegner gut gespielt. Im Turnier gibt es wichtigere Spiele, und es ist nicht so entscheidend, ob man Erster oder Zweiter wird. Da gibt es andere harte Gruppen."

Expertin Anne Schrö sieht Verbesserungspotenzial in der Offensive: "Es sind nur Nuancen. England ist defensiv sehr stark. Wir müssen an den Feinheiten arbeiten, wie wir in den entscheidenden Momenten die Linien durchbrechen und Chancen aus dem Spiel generieren. Heute war das eher mau."

Ausblick auf das Turnier

Bundestrainer André Henning betont die Bedeutung des weiteren Turnierverlaufs und die Herausforderung durch starke Gegner wie Niederlande, Belgien oder Spanien. Die Gruppenplatzierung nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: Ein Gruppensieg könnte den Turnierweg erleichtern, da so andere Gegner in der K.o.-Phase auf das DHB-Team warten würden. Henning fordert vollen Fokus, um als Gruppensieger durchzumarschieren.

Strafecken im Fokus

Die Chancenverwertung bei Strafecken bleibt einer der zentralen Kritikpunkte. Nur ein Treffer bei neun Versuchen zeigt, dass hier weiteres Trainingspotenzial besteht. Spieler und Trainerteam gehen jedoch zuversichtlich in die nächsten Partien.

Turniertermine und Übertragung

Die EuroHockey Championships finden vom 8. bis 18. August in Mönchengladbach statt und werden live sowie kostenlos übertragen.

Deutsche Gruppenspiele im Überblick

  • Frauen: Montag, 11. August, 20:00 Uhr: Niederlande - Deutschland
  • Männer: Dienstag, 12. August: Deutschland - Polen
  • Frauen: Mittwoch, 13. August: Irland - Deutschland
  • Weitere Spiele und genaue Termine sind den offiziellen Spielplänen zu entnehmen.

    Das Turnier bleibt spannend: Die deutschen Teams wollen ihren Heimvorteil nutzen und möglichst als Gruppensieger in die nächste Runde einziehen. Die nächsten Begegnungen werden Aufschluss darüber geben, ob die geforderten Schritte nach vorne gelingen.

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