251 Kontrollen, viele Verstöße: Polizei greift bei Zweirädern durch
In Hamm nahm die Polizei Radfahrer, Pedelec- und E-Scooter-Nutzer ins Visier – darunter auch Fahrer unter Drogeneinfluss und ohne Versicherungsschutz.

Die Polizei Hamm hat im Rahmen der bundesweiten Verkehrssicherheitsaktion sicher.mobil.leben - Zweiräder im Blick einen direktionsübergreifenden Schwerpunkteinsatz durchgeführt. Im Mittelpunkt standen am Dienstag, 28. April, die Sicherheit von Radfahrern, Pedelec-Nutzern und E-Scooter-Fahrern im gesamten Stadtgebiet.
Kontrollen im gesamten Stadtgebiet
Zwischen 10 und 18 Uhr sensibilisierten die Einsatzkräfte Bürgerinnen und Bürger für die besonderen Risiken der Zweiradnutzung. Zugleich ahndeten sie festgestelltes Fehlverhalten konsequent. Insgesamt wurden 251 Personen kontrolliert.
Der Einsatz richtete sich dabei nicht nur gegen Zweiradfahrer selbst, sondern auch gegen andere Verkehrsteilnehmer, die Zweiradfahrende gefährdeten oder gegen geltende Vorschriften verstießen.
Häufige Verstöße und besondere Fälle
Zu den am häufigsten festgestellten Verstößen zählten 48 Fälle des verbotswidrigen Befahrens von Gehwegen oder Fußgängerzonen sowie die Nutzung der falschen Fahrbahnseite. Darüber hinaus wurden auch Rotlichtverstöße und Ablenkungen durch mobile Endgeräte festgestellt.
Auffälligkeiten bei E-Scootern und Motorrädern
Bei den Kontrollen ergaben sich mehrere besondere Sachverhalte. An der Wilhelmstraße kontrollierten Beamte einen 39-jährigen E-Scooter-Fahrer, der unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.
An der Marker Allee wurde eine 45-jährige E-Scooter-Fahrerin angehalten, weil sie unzulässigerweise eine weitere Person beförderte. Zudem stellte sich heraus, dass für das Fahrzeug kein gültiger Versicherungsschutz bestand. Auch in diesem Fall verlief ein Drogentest positiv. In beiden Fällen entnahm ein Arzt Blutproben.
Darüber hinaus fiel ein 22-jähriger Motorradfahrer auf, dessen Fahrzeug weder zugelassen noch versichert war.
Prävention als wichtiger Bestandteil
Neben den repressiven Maßnahmen setzte die Polizei auf Prävention. Beamte aus den Bereichen Verkehrsunfall- und Kriminalprävention führten zahlreiche Gespräche mit Verkehrsteilnehmern und Passanten. Dabei gaben sie Hinweise zur sicheren Teilnahme am Straßenverkehr sowie zum Fahrraddiebstahl.
Ergänzend wurden an stark frequentierten Straßen wie der Dortmunder Straße und dem Schwarzen Weg Hinweise auf die Fahrbahn gesprüht, insbesondere für Radfahrer zu den Gefahren des toten Winkels.
Appell an alle Verkehrsteilnehmer
Die Polizei Hamm betont, dass die Teilnahme am Straßenverkehr mit Zweirädern jederzeit höchste Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme erfordert. Besonders in Abbiegesituationen entstehen immer wieder gefährliche Konflikte zwischen motorisiertem Verkehr und Zweiradfahrenden.
Die Polizei kündigt an, auch künftig verstärkt Kontrollen durchzuführen und Präventionsarbeit zu leisten, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig zu erhöhen.
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