Rhein-Kreis Neuss stärkt Solidaritätspartnerschaft mit Pawlohrad mit konkreter Ausrüstung

Rhein-Kreis Neuss stärkt Solidarität mit Pawlohrad: Multifunktionsradlader und Minibus mit Rampe werden per GIZ-Förderung geliefert.

Von Redaktion LK Rhein-Kreis Neuss2 Min. Lesezeit
Rhein-Kreis Neuss stärkt Solidaritätspartnerschaft mit Pawlohrad mit konkreter Ausrüstung

Foto: Serhii Ostrenko Abdruck frei!

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Der Rhein-Kreis Neuss hat seine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Pawlohrad erneut mit konkreten Hilfsmaßnahmen gestärkt. Ein Multifunktionsradlader und ein Minibus mit Rollstuhlrampe sind inzwischen in die rund 2.500 Kilometer entfernte Partnerstadt überführt worden. Möglich wurde dies durch eine Förderung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des Projekts „Verbesserung des Bevölkerungsschutzes innerhalb kommunaler Partnerschaften mit der Ukraine“. Der Rhein-Kreis Neuss hatte sich nach Angaben der Kreisverwaltung erfolgreich um diese Fördermittel beworben.

Bei der Umsetzung arbeitete der Kreis erneut mit dem Neusser Verein Schnelle Nothilfe zusammen, der den Transport der Fahrzeuge übernahm. Landrätin Katharina Reinhold erklärte dazu: „Die Situation vor Ort ist nach wie vor ernst. Wir stehen auch weiterhin fest an der Seite unserer ukrainischen Freunde.“

Zusätzlich konnte von ukrainischer Seite ein Notstromaggregat beschafft werden, das zur Aufrechterhaltung des Betriebs eines Abwasserwerks eingesetzt wird. Die Maßnahme war zuvor vom Kreistag beschlossen worden. Nach Angaben des Rhein-Kreises Neuss kann durch das Aggregat die Versorgung von rund 15.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit Trinkwasser abgesichert werden.

Pawlohrad hat rund 105.000 Einwohner und in den vergangenen Jahren zudem viele Binnengeflüchtete aufgenommen. Die Stadt liegt im Osten der Ukraine in der Oblast Dnipropetrowsk und befindet sich rund 80 Kilometer von der aktuellen Frontlinie entfernt. Sie war in den vergangenen Monaten wiederholt massiven russischen Angriffen ausgesetzt, vor allem durch Drohnen. Zuletzt wurde Pawlohrad laut Mitteilung Ende August, am ukrainischen Unabhängigkeitstag, schwer angegriffen.

Die Solidaritätspartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und Pawlohrad besteht seit 2023 und wurde vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine begründet. Ziel ist es, die Partnerstadt durch konkrete Hilfsmaßnahmen zu unterstützen und die kommunale Zusammenarbeit auch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges weiterzuführen und auszubauen.

Im Oktober findet in Berlin eine deutsch-ukrainische Partnerschaftskonferenz statt. Auch Delegationen des Rhein-Kreises Neuss und der Stadt Pawlohrad werden daran gemeinsam teilnehmen. Dabei soll unter anderem über die weitere Entwicklung der Solidaritätspartnerschaft und die nächsten gemeinsamen Schritte beraten werden.

Darüber hinaus setzt der Rhein-Kreis Neuss seine Unterstützung fort: Der Kreis hat sich erneut erfolgreich um eine Förderung im Rahmen eines GIZ-Folgeprojekts beworben. Im Zuge dieses Projekts sollen weitere dringend benötigte Hilfsgüter nach Pawlohrad überführt werden.

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