Barbara aus Steinkohle soll im Mechernicher Besucherbergwerk ihren Platz finden

Eine Figur der heiligen Barbara aus polnischer Steinkohle soll künftig im unterirdischen Trauzimmer des Besucherbergwerks „Grube Günnersdorf“ in Mechernich zu sehen sein. Bruno Grobelny übergab die Schutzpatronin der Bergleute als Dauerleihgabe an das Mechernicher Bergbaumuseum. Der neue Platz der Figur ist im Trauzimmer vorgesehen, das eine Außenstelle des städtischen Standesamtes ist.
Günter Nießen, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaumuseum Mechernich, sagte bei der Übergabe: „Ich bin stolz darauf, dass wir der Empfänger sind“. Grobelny bezeichnete die Schenkung als eine „gute Gabe Gottes“.
Erinnerung an die Polenhilfe
Die schwarze Figur erinnert an eine Hilfsaktion aus Euskirchen um die Jahreswende 1980/81. Damals wurden Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs für Menschen in Polen gesammelt und dorthin gebracht. Nach Grobelnys Erinnerung kamen rund 60.000 Mark an Spenden zusammen. Als Dank überreichten Ursulinenschwestern den Euskirchenern die Barbara. Die Figur wurde nach Grobelnys Erinnerung im Raum Krakau aus Steinkohle gehauen.
Grobelny, geboren am 13. März 1936, stammt aus einer oberschlesischen Bergmannsfamilie. Er leitete den Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen bis 1999 und engagierte sich auch kommunalpolitisch. Die Barbara verbindet damit Bergbautradition und die Erinnerung an die damalige Unterstützung notleidender Familien in Polen.