Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 823/O für das Gewerbegebiet Flughafen/Trabrennbahn

Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 823/O für das künftige Gewerbegebiet Flughafen/Trabrennbahn in Mönchengladbach liegt vor, Bürgerbeteiligung folgt.

Von Presse-Service.de2 Min. Lesezeit

Für das künftige Gewerbegebiet Flughafen/Trabrennbahn in Mönchengladbach liegt nun der Vorentwurf für den Bebauungsplan Nr. 823/O vor. Dem Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung wurde das Konzept am Dienstag, 22. September, vorgestellt. Es zeigt erstmals detailliert, wie Gewerbeflächen, Grünräume und Verkehrswege auf dem Gelände angeordnet werden sollen. Eine Bürgerbeteiligung ist im nächsten Schritt vorgesehen.

Grüne Mitte als prägendes Element

Das städtebauliche Konzept knüpft an die heutige Prägung des Areals durch großzügige Grün- und Freiflächen an. Die große Freifläche im Inneren des Ovals bleibt als grüne Mitte erhalten. Neue Gewerbegebäude sollen sich weitgehend um diesen zentralen Grünraum gruppieren. Fünf Gebäude sind sternförmig zur Grünfläche hin ausgerichtet.

Im Eingangsbereich an der Flughafenstraße sieht der Vorentwurf außerdem ein etwa achtgeschossiges Gebäude vor. Es soll als weithin sichtbarer Orientierungspunkt den Eingang zum neuen Gewerbestandort und zum Flughafen markieren.

Flächenaufteilung und Nutzungen

Der Bebauungsplan umfasst rund 12,7 Hektar. Nach dem derzeitigen Entwurf sind etwa 5,7 Hektar als Gewerbegebiet vorgesehen. Rund 4,1 Hektar sollen öffentliche Grünflächen werden. Weitere 2,9 Hektar entfallen auf Straßen, verkehrsberuhigte Bereiche und Parkflächen. Damit bleiben rund 32 Prozent des Plangebiets öffentliche Grünfläche.

Ziel ist ein hochwertiges, überwiegend flughafenbezogenes und nachhaltiges Gewerbegebiet mit hohen Anforderungen an Klimaanpassung, Flächennutzung und Energieversorgung. Vorgesehen sind Flächen für Unternehmen aus Luftfahrttechnologie, innovativer Mobilität sowie Wartung und Instandhaltung von Flugzeugen. Auch Forschung und Entwicklung, Ingenieurbüros, Unternehmenszentralen sowie weitere Büro- und Gewerbenutzungen sollen möglich sein. Einzelhandel, Vergnügungsstätten und Großlogistik sind dagegen ausgeschlossen.

„Der Vorentwurf zeigt, welches Potenzial in diesem Standort steckt. Wir schaffen neue Flächen für Unternehmen und erhalten zugleich eine großzügige grüne Mitte. Besonders wichtig ist uns, Gewerbeentwicklung, Klimaanpassung und die besonderen Chancen des Flughafens zusammenzudenken. So entsteht aus der heutigen Trabrennbahn ein moderner Standort für neue Arbeitsplätze und innovative Unternehmen“, sagt Claudia Schwan-Schmitz, Technische Beigeordnete der Stadt Mönchengladbach.

Klimaanpassung und Freiraumkonzept

Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die klimaangepasste Gestaltung. Ziel der Planung ist es, den Flächenverbrauch gegenüber herkömmlichen Gewerbegebieten deutlich zu reduzieren. Dächer und Fassaden sollen möglichst mehrfach genutzt werden, etwa für Begrünung und Photovoltaik. Das Regenwasser soll nahezu vollständig im Gebiet gehalten, genutzt, versickert oder verdunstet werden. Die zentrale Grünfläche übernimmt dabei auch Funktionen für Regenwasserrückhalt, Stadtklima und Artenvielfalt.

Die grüne Mitte soll zudem für Beschäftigte und Besuchende zugänglich werden. Fußwege verbinden den Freiraum mit den angrenzenden Bereichen und schaffen ein zusammenhängendes Freiraumnetz. Das Konzept orientiert sich damit weiterhin an der charakteristischen Form der bisherigen Trabrennbahn.

Erschließung über Flughafenstraße und Am Flughafen

Die Erschließung soll im Süden über die Flughafenstraße und die Straße Am Flughafen erfolgen. Im Norden ist eine weitere Erschließungsstraße geplant. An der Einmündung Flughafenstraße/Am Flughafen sieht der Entwurf einen neuen Kreisverkehr vor. Von dort führt eine platzartig gestaltete Fläche zu den fünf sternförmig angeordneten Gebäuden in der Mitte des Gebiets.

Flughafenerweiterung separat geplant

Parallel zur Entwicklung des Gewerbegebiets plant der Flughafen eine Erweiterung um ein neues Vorfeld mit zwei Hangargebäuden. Dafür ist ein eigenes Planfeststellungsverfahren erforderlich. Die Flughafenerweiterung ist daher nicht Bestandteil des Bebauungsplans, wird bei der Planung des Gewerbegebiets aber berücksichtigt.

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

Einfache Sprache

Die Google-Cookie-Einstellungen sind noch nicht verfügbar. Ein Browser-Schutz kann das Laden verhindern. Ohne Zustimmung werden keine Google-Anzeigen freigegeben.

Datenschutz