Unternehmensbesuch bei Bertlich Garten- und Landschaftsbau und Bertlich Rollrasen
Die Stadt Herten hat am 30. September 2026 über einen Unternehmensbesuch bei Bertlich Garten- und Landschaftsbau sowie Bertlich Rollrasen an der Dorstener Straße informiert. Bürgermeister Fred Toplak besuchte den Familienbetrieb nach Angaben der Stadt Ende September gemeinsam mit Dr. Richard Bůžek von der Wirtschaftsförderung.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Entwicklung des Unternehmens, das Leistungsspektrum sowie aktuelle Herausforderungen. Der Betrieb verbindet Garten- und Landschaftsbau, Rollrasenproduktion und Baumdienstleistungen.
Familienbetrieb mit breitem Angebot
Nach Unternehmensangaben reichen die Wurzeln der Familie Bertlich bis ins 15. Jahrhundert zurück. 1988 gründete Clemens Bertlich das Garten- und Landschaftsbauunternehmen, seit 2000 gehört auch die Rollrasenproduktion dazu. Zum 1. Januar 2025 übernahm Arndt Bertlich die Leitung des Betriebs.
Zum Angebot im Garten- und Landschaftsbau zählen die Planung, der Neubau und die Umgestaltung von Grünanlagen. Hinzu kommen Erd-, Pflaster- und Natursteinarbeiten, Teichbau, Spielplatzgestaltung, Zaunbau sowie Dach- und Wandbegrünung. Außerdem übernimmt das Unternehmen die Pflege von Außenanlagen, Friedhöfen und Werksgeländen sowie Winterdienst und weitere Dienstleistungen.
Rollrasen auf mehr als 50 Hektar
Eine Besonderheit des Betriebs ist die eigene Rollrasenproduktion. Auf rund 50 Hektar werden zwei Sorten angebaut: ein Spiel- und Sportrasen sowie ein dichter Premiumrasen. Nach Angaben des Unternehmens wird der Rasen vor allem in den kühleren Monaten in den frühen Morgenstunden geerntet und anschließend zeitnah ausgeliefert.
Seit Anfang 2026 kommt von April bis September zusätzlich vakuumgekühlter Rollrasen zum Einsatz. Dafür wurde in eine Vakuumkühlanlage investiert, in die der geerntete Rollrasen auf Paletten eingeladen wird. Nach Unternehmensangaben soll so die Qualität bei höheren Temperaturen während Transport und Verarbeitung erhalten bleiben.
Nach Angaben der Stadt wird der Rollrasen von Landschaftsbauunternehmen, Händlern, Vereinen und Privatpersonen im gesamten Ruhrgebiet nachgefragt. Die Produktion sei von ursprünglich rund 5.000 Quadratmetern Einsaat auf inzwischen über 50 Hektar ausgebaut worden.
Baumdienstleistungen gehören ebenfalls dazu
Zum Leistungsspektrum zählen außerdem Baumpflege und Baumschnitt, Baumfällungen einschließlich notwendiger Genehmigungen, Kranfällungen und Baumklettertechnik, Neupflanzungen, Stubbenbeseitigung, Häckselarbeiten sowie die Beseitigung von Sturmschäden. Zudem sind nach Angaben der Stadt mehrere Fällbagger im Einsatz.
Suche nach Fachkräften
Ein weiteres Thema des Besuchs war die Fachkräftesicherung. Aktuell sucht das Unternehmen nach Angaben der Stadt unter anderem einen Maschinisten sowie Vorarbeiter beziehungsweise Gärtner. Auch Ausbildungsplätze sollen künftig wieder besetzt werden.
Der Betrieb beschäftigt derzeit 13 Fachkräfte, zwei Meister und drei Büroangestellte.
Herausforderungen durch Klima und Kosten
Als aktuelle Herausforderungen wurden die Folgen des Klimawandels und die hohen Dieselpreise genannt. Heiße und trockene Sommer erhöhten den Aufwand für Bewässerung und Pflege und erschwerten die Planung der Rollrasenernte. Zugleich setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf einen nachhaltigen Umgang mit den Anbauflächen.
Kontakt
Weitere Informationen zur Mitteilung gibt die Stadt Herten, Kommunikation und Medien, Corina Plötz, telefonisch unter 02366 303-180 oder per E-Mail an [email protected].