Sozialer Wohnungsbau an der Bochumer Straße und Magdalenenstraße
In Recklinghausen-Süd entstehen 32 neue Wohneinheiten sowie ein Begegnungs- und ein Beratungsraum. Die Maßnahme wird an der Bochumer Straße beziehungsweise Magdalenenstraße in zwei Gebäuden umgesetzt. Dabei wird ein Bestandsgebäude saniert, das Nebengebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.
Der Kreis Recklinghausen unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Wohnraumförderung mit insgesamt über 4,5 Millionen Euro. Landrat Bodo Klimpel übergab die offiziellen Förderbescheide am Mittwoch, 2. September, bei einem Termin vor Ort an die Evangelische Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd und die Diakonie.
Klimpel betonte, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sei eine der wichtigsten Aufgaben der Zeit. Das Projekt verbinde sozialen Wohnungsbau mit einem besonderen Konzept: Neben Mietwohnungen entstehe auch betreutes Wohnen für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, die so gestärkt werden sollen, dass sie künftig wieder in einer eigenen Wohnung leben können.
Aufteilung der Förderung
Die Evangelische Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd ersetzt ihr ehemaliges Gemeindehaus durch einen Neubau. Auf einer Gesamtfläche von 870 Quadratmetern entstehen dort 23 Apartments mit jeweils 35 bis 42 Quadratmetern. Für diesen Teil des Vorhabens bewilligt der Kreis 2,95 Millionen Euro.
Im bestehenden Nebengebäude an der Bochumer Straße 165 wird die Diakonie tätig. Auf etwa 450 Quadratmetern entstehen über vier Stockwerke neun Wohneinheiten, diakonische Beratungsräumlichkeiten sowie ein Begegnungsraum. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 32 und 43 Quadratmetern. Die Förderung des Kreises beträgt hier knapp 1,6 Millionen Euro.
Insgesamt werden mit Fördergeldern und Eigenkapital von Kirchengemeinde und Diakonie knapp 6,2 Millionen Euro in die Gesamtmaßnahme investiert.
Planung seit 2017
Die Evangelische Kirchengemeinde und das Diakonische Werk planen die Neugestaltung des Areals bereits seit 2017. Superintendentin Saskia Karpenstein erklärte, es habe viele Gespräche und einen langen Atem gebraucht, um das Projekt umzusetzen. Nun könne man den Stadtteil Recklinghausen-Süd und die dort lebenden Menschen stärken.
Die Angebote richten sich an Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen mit unterschiedlichem Begleitungs- und Unterstützungsbedarf. Vorgesehen ist die Betreuung vorwiegend ehemaliger wohnungsloser Erwachsener, die bereit sind, sich regelmäßig bedarfsorientiert sozialpädagogisch begleiten zu lassen. Ziel ist, dass die Bewohnerinnen und Mieter ein möglichst selbstbestimmtes, individuelles und strukturiertes Leben führen können.