Radevormwald wird Pilotkommune für Hitzeaktionsplanung

Oberbergischer Kreis und Radevormwald kündigen ein Pilotprojekt zur Hitzeaktionsplanung an: ab 2027 exemplarisch testen, Erfahrungen für andere Kommunen nutzen.

Von Neues aus Radevormwald1 Min. Lesezeit

Am 29. September 2026 haben der Oberbergische Kreis und die Stadt Radevormwald ein gemeinsames Pilotprojekt zur Anpassung an zunehmende Hitzeperioden angekündigt. Ab 2027 soll in Radevormwald eine exemplarische Hitzeaktionsplanung entwickelt und erprobt werden. Die gewonnenen Erfahrungen sollen später auch anderen Kommunen im Oberbergischen Kreis als Orientierung dienen.

Die Beteiligten verweisen darauf, dass die Folgen des Klimawandels auch in Radevormwald zunehmend spürbar seien. Als Anlass nennen sie unter anderem den außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer 2026. Eine Hitzeaktionsplanung soll dabei nicht nur gesundheitliche Aspekte berücksichtigen, sondern auch Fragen der Information und Warnung, kühler und schattiger Aufenthaltsmöglichkeiten, der Trinkwasserversorgung, von Begrünung und Verschattung sowie des Schutzes besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen.

Bürgermeister Dejan Vujinovic sagte, der Sommer habe gezeigt, dass Klimawandel keine abstrakte Zukunftsfrage mehr sei, sondern bereits heute Folgen habe. Mit der gemeinsamen Planung solle systematisch geprüft werden, wo die Stadt bereits gut aufgestellt sei und wo sie noch besser werden könne. Ziel seien konkrete und alltagstaugliche Lösungen für die Menschen in Radevormwald.

Nach Angaben der Mitteilung soll die Hitzeaktionsplanung verschiedene Akteure zusammenbringen und bestehende Maßnahmen verknüpfen. Genannt werden unter anderem Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas, Vereine sowie weitere Institutionen und Einrichtungen. Die Stadt und der Kreis wollen damit auf längere Hitzeperioden besser vorbereitet sein und besonders gefährdete Menschen schützen.

Der Oberbergische Kreis betrachtet die Klimawandelanpassung als wichtige Zukunftsaufgabe. Im Rahmen des Interkommunalen Klimawandelanpassungskonzepts seien bereits erste Maßnahmen angestoßen worden, darunter eine Checkliste für eine klimaangepasste Bauleitplanung und die Beratung oberbergischer Unternehmen im Projekt "Klima.Profit".

Die gemeinsame Planung soll im Jahr 2027 beginnen. Weitere Informationen zu einzelnen Maßnahmen und Beteiligungsmöglichkeiten sollen im Verlauf des Projekts veröffentlicht werden.

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