Erstes Netzwerktreffen im „Netzwerk Kinderschutz“

Mehr als 90 Fachkräfte trafen sich in Königswinter zum ersten Netzwerktreffen „Netzwerk Kinderschutz“ – Thema: Kindeswohlgefährdung und Anzeichen.

Von Neues aus Königswinter2 Min. Lesezeit
Erstes Netzwerktreffen im „Netzwerk Kinderschutz“

Foto: Pressestelle

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In Königswinter hat das erste Netzwerktreffen des „Netzwerks Kinderschutz“ stattgefunden. Nach einer großen Auftaktveranstaltung im März kamen nun mehr als 90 Fachkräfte aus Medizin, Bildung, Jugendhilfe, Beratung, Staatsanwaltschaft und Polizei zusammen. Im Mittelpunkt stand das Thema „Kindeswohlgefährdung und ihre Anzeichen“.

Breite Beteiligung verschiedener Fachbereiche

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Netzwerkkoordinatorin Angela Stang-Schlitt. Sie hob die große Motivation der Teilnehmenden hervor, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die hohe Zahl der Teilnehmenden wertete sie als Bestätigung dafür.

Bürgermeisterin Heike Jüngling betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung des Kinderschutzes für die Stadt. Kinderschutz sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe von hoher Wichtigkeit und solle trotz steigenden Kostendrucks alle mögliche und notwendige Unterstützung erhalten.

Austausch über Bedarfe und Grundlagen

In einem „Gallery Walk“ konnten die Teilnehmenden die bereits bei der Auftaktveranstaltung zusammengetragenen Bedarfe für die künftige Netzwerkarbeit in visualisierter Form erkunden und dazu in den Austausch kommen.

Einen fachlichen Schwerpunkt setzte Angela Stang-Schlitt mit einem Vortrag zum Thema „Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung: Was ist das genau und woran erkenne ich eine mögliche Gefährdung?“. Dabei wurden rechtliche Grundlagen und Vorgehensweisen im Kinderschutz für die verschiedenen Berufsgruppen im Netzwerk erläutert.

Praxisbeispiele und Handlungsansätze

Nach einer Pause, die nach Angaben der Veranstalter intensiv für Austausch und Vernetzung genutzt wurde, folgte die Arbeitsphase. In moderierten Tischgruppen besprachen die Teilnehmenden Beispiele für mögliche Kindeswohlgefährdungen aus ihrer beruflichen Praxis sowie den bisherigen Umgang damit.

Daraus wurden mögliche Handlungsansätze für die Zukunft entwickelt. Nach Angaben der Veranstalter entstanden zahlreiche Ideen dazu, wie die Zusammenarbeit verbessert und die Handlungssicherheit im Kinderschutz ausgebaut werden kann.

Prävention und weitere Angebote im Blick

Im Anschluss stellte ein Vertreter der Hannah-Stiftung gegen sexuelle Gewalt ein geplantes theaterpädagogisches Pilotprojekt sowie die Präsentationsveranstaltung am 14.09. für die Kitas in Königswinter vor. Das Projekt wurde als weiterer wichtiger Präventivbaustein im Kinderschutz eingeordnet.

Außerdem skizzierte die Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen, Ute Berledt-Dörr, die präventive Netzwerkarbeit für Familien mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren in Königswinter.

Nächstes Treffen im Oktober

Auch das nächste Netzwerktreffen soll praxisnah ausgerichtet sein. Am 14. Oktober stellt die Fachberatung im Kinderschutz („InsoFa“) der Familien- und Erziehungsberatungsstelle ihr Angebot und ihre Arbeitsweise vor. Zudem ist ein interdisziplinärer Austausch mit den Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartnern vorgesehen.

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