Haushaltssperre für die Stadtverwaltung Goch ab 21. September 2026

Goch: Seit 21. September 2026 gilt eine Haushaltssperre. Kämmerin Bettina Gansen nennt 15,9 Mio. Euro Fehlbetrag, beraten wird am 15. Oktober.

Von Neues aus Goch1 Min. Lesezeit

Für die Stadtverwaltung Goch gilt seit heute, 21. September 2026, eine Haushaltssperre. Kämmerin Bettina Gansen hat sie erlassen, weil sich die finanzielle Situation des städtischen Haushalts nach Angaben der Verwaltung deutlich verschlechtert hat.

Fehlbetrag deutlich höher als zunächst geplant

Bei der Einbringung des Haushalts für das laufende Jahr war noch mit einem Minus von 7,3 Millionen Euro gerechnet worden. Die neue Prognose geht nun von einem Fehlbetrag in Höhe von 15,9 Millionen Euro aus.

Als Gründe für diese Ergebnisverschlechterung nennt die Stadt erwartete Mindererträge bei der Gewerbesteuer in Höhe von 4,4 Millionen Euro, voraussichtliche Mehraufwendungen bei der Jugendhilfe von 1,2 Millionen Euro sowie die Annahme, dass der im Haushaltsplan veranschlagte globale Minderaufwand von rund 2,7 Millionen Euro nicht erreicht werden kann.

246 Haushaltspositionen betroffen

Von der Haushaltssperre ist nicht der gesamte Haushalt betroffen. Die Kämmerei hat nach eigenen Angaben dort Einschränkungen verfügt, wo dies sachlich und rechtlich möglich ist. Insgesamt umfasst dies 246 Haushaltspositionen. Das Einsparpotenzial liegt bei gut 1 Million Euro.

Auch geplante Investitionen werden soweit möglich vorerst ausgesetzt. Davon betroffen sind 24 Maßnahmen, unter anderem aus dem Radverkehrskonzept sowie die Bürgerförderprogramme Lastenräder und Dachbegrünung. Für diesen Bereich beziffert die Stadt das Potenzial der Haushaltssperre auf knapp 2 Millionen Euro.

Beratung im Rat am 15. Oktober

Die Haushaltssperre und die finanzielle Situation der Stadt Goch sind Thema der Ratssitzung am 15. Oktober 2026.

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