„Flug in die Vergangenheit“ im Bildungszentrum Maria Lindenhof: 7000 Jahre Menschheitsgeschichte als Luftbilder

Ausstellung im Bildungszentrum Maria Lindenhof: „Flug in die Vergangenheit“ mit 41 Luftaufnahmen von Dr. Baoquan Song, Termine bis 31.10.2026.

Von Neues aus Dorsten2 Min. Lesezeit
Baoquan Song von der Ruhruniversität Bochum, der die Luftbilder von archäologischen Fundstätten in der Region aufgenommen hat.

Foto: Podlaha Koecher Pm

Foto: Podlaha Koecher Pm

Im Bildungszentrum Maria Lindenhof ist vom Freitag, 4. September 2026, bis Samstag, 31. Oktober 2026, die Ausstellung „Flug in die Vergangenheit – eine Zeitreise in 7000 Jahre Menschheitsgeschichte“ zu sehen. Gezeigt werden 41 großformatige Luftaufnahmen des Luftbildarchäologen Dr. Baoquan Song aus Nordrhein-Westfalen.

Die Bilder dokumentieren archäologische Befunde, die bis heute im Boden erkennbar sind. Dazu zählen unter anderem Langhäuser und kleine Siedlungen aus der Jungsteinzeit, Gräberfelder aus der Bronze- und Eisenzeit, römische Militärlager und Gutshöfe sowie Burganlagen aus dem Frühmittelalter. Viele der Fotos zeigen Grundrisse und Konturen ehemaliger Gebäude und Anlagen, die sich aus der Luft auf Feldern und Wiesen abzeichnen.

Auch Dorstener Motive sind Teil der Schau. Genannt werden die sogenannte Schwatte Borg in Rhade sowie die ehemalige Flakstellung in der Gälkenheide unweit der Muna. Über einen QR-Code am jeweiligen Informationstext erhalten Besucherinnen und Besucher weitere Informationen zu den Aufnahmen, den Orten und zur Luftbildarchäologie.

Zur Ausstellung ist ein Begleitkatalog erschienen, der während der Ausstellungsdauer für 30 Euro erhältlich ist. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie samstags von 10.00 bis 13.00 Uhr.

Führungen können per E-Mail unter info.luftbildarchä[email protected] vereinbart werden. Die Führungen werden kostenlos von Studierenden der Ruhr-Universität Bochum angeboten.

Dr. Baoquan Song befliegt seit 2003 vom Archäologischen Institut der Ruhr-Universität Bochum aus regelmäßig die Region. Dabei entdeckte er aus der Luft zahlreiche neue Fundstellen von der Jungsteinzeit und der römischen Kaiserzeit bis zum Mittelalter und zur Neuzeit. Die Ausstellung soll die Luftbildarchäologie bekannter machen. Zuvor war sie bereits in den Kunstsammlungen auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum und in der Stadt Hagen zu sehen.

Die Luftbildarchäologie ermöglicht es, Fundstätten in einem großräumigen Arbeitsgebiet schnell und effektiv zu erkunden und zu erforschen. Oberirdisch erhaltene Baustrukturen können so in ihrer Gesamtheit erfasst und fotografisch dargestellt werden. Unter bestimmten Bedingungen lassen sich auch unterirdische, nicht sichtbare Spuren erkennen, etwa durch Bodenverfärbungen oder Wachstumsunterschiede der Pflanzen.

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