Martinus-Grundschule: Sanierung und OGS-Neubau geplant

Die Martinus-Grundschule in Bigge soll bis 2029 schrittweise saniert werden und einen OGS-Neubau in Modulbauweise erhalten.

Schule und Kita

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Die Martinus-Grundschule in Bigge soll schrittweise saniert werden und ein eigenes Gebäude für die Offene Ganztagsschule (OGS) erhalten. Der Neubau ist in Modulbauweise vorgesehen. Über den aktuellen Stand informierte Richard Köhler vom Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung im Ausschuss Planen und Bauen.

Die bislang für die OGS genutzten Räume des früheren Kindergartens Sonnenschein sind laut einem Gutachten aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen nicht dauerhaft geeignet. Unter anderem seien die Decken zu niedrig. Der Stadtrat hatte den Weg für Sanierung und Neubau grundsätzlich freigemacht, sofern diese Räume nicht länger für die OGS-Unterbringung genutzt werden können.

Sanierung in mehreren Schritten

Für die Gebäudesanierung rechnet die Stadtverwaltung bis 2029 mit Gesamtkosten von rund 3,8 Millionen Euro. Noch 2026 soll die Planung einer neuen Heizungsanlage beginnen. Das Heizsystem soll vor der Heizperiode 2027/28 eingebaut werden. Die Ausschreibung für eine neue LED-Beleuchtung in bislang noch nicht umgerüsteten Gebäudebereichen läuft bereits; die Erneuerung ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen.

Außerdem sollen kurzfristig bauphysikalische Berechnungen für die Fassadendämmung und die Dämmung der obersten Geschossdecke im Altbau erfolgen. Die Fassadendämmung und ein außenliegender Sonnenschutz sollen bis Anfang 2027 geplant werden. Die Arbeiten könnten anschließend in drei Bauabschnitten bis 2029 umgesetzt werden. Ein Vordach am südlichen Schulhof ist nach den Dämmarbeiten am betreffenden Fassadenabschnitt vorgesehen; die Außenanlagen folgen als letzter Baustein. Über einzelne Maßnahmen, darunter Heizung, Außendämmung und neue Spielgeräte, sollen die Ausschussmitglieder schrittweise beraten und entscheiden.

Raumprogramm für den OGS-Neubau

Für das neue OGS-Gebäude will die Stadt kurzfristig einen Änderungsantrag zu bereits bewilligten Fördermitteln stellen. Aus dem Programm „Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter“ sind bislang 496.593 Euro bewilligt.

Als Nächstes soll die Stadt das Raumprogramm erarbeiten. Die Beratung darüber ist für die Sitzung des Ausschusses für Bildung, Sport, Freizeit am 2. Dezember 2026 vorgesehen. Zugleich sollen mögliche Standorte für den Neubau untersucht und das Gebäudevolumen optimiert werden. Die Details für eine funktionale Ausschreibung sollen bis etwa Ende 2026 oder Anfang 2027 feststehen.

Auch die Verkehrssituation rund um die Schule soll kurzfristig geprüft werden. Dabei geht es insbesondere darum, wie der Martinusweg mit Blick auf die zusätzlichen Anforderungen des Neubaus weiter „entschärft“ werden kann.

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