GMS Burbach-Neunkirchen trägt ab sofort den Namenszusatz „Margot Friedländer Schule“
Die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen trägt nun den Namenszusatz „Margot Friedländer Schule“. Die Schulgemeinschaft feierte die Erweiterung des Schulnamens mit einem Festakt in der Aula am Standort Burbach und erinnerte dabei mit Musik, Kunst, Performances und persönlichen Beiträgen an die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer.
Nach Angaben der Schule waren rund 300 Gäste gekommen, darunter Vertreter aus Bundes- und Kommunalpolitik, aus Schule, Kirche und Gesellschaft. Eine Videobotschaft aus Berlin kam von Elke Büdenbender, die die Patenschaft für den neuen Namenszusatz übernommen hat.
Musik, Kunst und Erinnerungen an Margot Friedländer
Zu Beginn wurde ein Film der Margot Friedländer Stiftung gezeigt. Im weiteren Verlauf des Abends trugen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte musikalische Beiträge, ein Rap-Stück, eine Performance und ein Videoprojekt vor. Außerdem lasen Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c Auszüge aus Margot Friedländers Biografie „Versuche, dein Leben zu machen“.
Kunstlehrerin Elisabeth Gräbener stellte zudem Projekte vor, die im Zusammenhang mit der Namenserweiterung in diesem Schuljahr geplant sind. Dazu gehören eine Graphic Novel zur Friedländer-Biografie, ein Buch mit Texten und Bildern von Schülerinnen und Schülern sowie ein Graffiti-Projekt an beiden Standorten.
Persönliche Reden und symbolische Geschenke
Schulleiter Jürgen Weber erinnerte daran, dass Margot Friedländer trotz ihrer Erfahrungen „nie den Glauben an eine bessere Welt verloren“ habe. Als Zeichen der Verbundenheit für beide Schulstandorte überreichte er zwei Ginkgo-Bäume.
Bürgermeister Marco Schwunk verwies in seiner Ansprache auf den Weg zur Namensfindung. Nach seinen Worten waren dafür auch die Bürgerinnen und Bürger der beiden Kommunen einbezogen worden. Insgesamt habe es 43 Vorschläge gegeben.
Heide Heinecke-Henrich richtete sich direkt an die Schülerinnen und Schüler. Sie beschrieb den neuen Schulnamen als Verpflichtung und betonte, dass Menschsein auch bedeuten könne, den Mund aufzumachen, wenn jemand ausgegrenzt oder gemobbt werde.
Preis für den Namensvorschlag
Zum Abschluss löste die Schule ihr Versprechen aus dem Verfahren zur Namensfindung ein. Der spätere Namenszusatz sollte mit 250 Euro prämiert werden. Da 26 Personen den Namen Margot Friedländer vorgeschlagen hatten, entschied das Los. Über den symbolischen Check durfte sich Ulf von der Linde aus Neunkirchen freuen. Die übrigen Ideengeber erhielten eine Tasche mit dem neuen Schullogo, die Margot-Friedländer-Biografie sowie ein Glas Honig aus dem Bienen-Schulprojekt.