Proteste gegen Bundeswehr in Köln: Zufahrt blockiert
Über 70 Aktivisten stoppen Zugang zur Kaserne – Polizei bereitet sich auf umfangreiche Demonstrationen am Wochenende vor

Am frühen Mittwochmorgen des 27. August blockierten mehr als 70 teils vermummte Personen unangemeldet die Zufahrt zu einer Bundeswehrliegenschaft in Köln auf der Brühler Straße. Dieser Vorfall markiert den Auftakt zu mehreren bevorstehenden Versammlungen und Demonstrationen in der Domstadt. Die Polizei reagierte umgehend und räumte die Blockade nach mehrmaliger Aufforderung, wobei es zu mehreren kurzfristigen Ingewahrsamnahmen kam.
Details zum Einsatz auf der Brühler Straße
Die Protestaktion war nicht angemeldet und eine verantwortliche Person oder ein Versammlungsleiter wurde vor Ort nicht genannt. Die Polizei forderte die Gruppe mehrfach auf, die Blockade freiwillig zu beenden. Nachdem dies ausblieb, ging die Bereitschaftspolizei gegen die Versammlung vor und löste den blockierten Einfahrtsbereich auf.
Ausblick: Polizei bereitet sich auf Großlagen vor
Für das bevorstehende Wochenende kündigt die Polizei Köln intensive Einsatzvorbereitungen im gesamten Stadtgebiet an. Insbesondere stehen diverse „antimilitaristische“ Versammlungen im Fokus, die im Umfeld eines Protestcamps im Colonius-Park stattfinden werden. Zeitgleich sind weitere Demonstrationen angemeldet.
Für diese Großlagen werden rund 1.600 Polizistinnen und Polizisten in den Einsatz gehen. Neben der Wasserschutzpolizei kommt auch die Landesreiterstaffel zum Einsatz.
Versammlungen und Demonstrationen am Wochenende
Das Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hat für Samstag eine Versammlung von 14 bis 20:30 Uhr angekündigt. Nach einer Auftaktkundgebung am Heumarkt soll ein Demonstrationszug bis zur Konrad-Adenauer-Kaserne in Rodenkirchen führen. Ebenfalls am Samstag plant eine Privatperson eine Demonstration zum Thema „Antikriegstag 2025“, die mit rund 400 Teilnehmern am Heumarkt startet und am Chlodwigplatz endet.
Polizeiliche Maßnahmen und Kommunikation
Einsatzleiter Martin Lotz stellt klar: „Wir schützen friedliche Versammlungen, dulden jedoch weder gewalttätige noch unfriedliche Aktionen. Wir werden klare Grenzen ziehen und entschlossen gegen Gewalt, Anstiftung zu unfriedlichen Aktionen oder Nichtbeachtung erteilter Beschränkungen vorgehen. Dies gilt auch für diejenigen, die den friedlichen Charakter der Kölner Lichter stören wollen.“
Die Polizei Köln wird am Samstag fortlaufend über die Entwicklung der Einsatzlagen auf ihren Social-Media-Kanälen informieren.
Mit dem erhöhten Polizeiaufgebot und klaren Ansagen an alle Beteiligten möchte die Polizei für Sicherheit und einen störungsfreien Ablauf der Proteste sorgen.
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