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Kokain-Schlag im Ruhrgebiet

Ermittler nehmen drei Verdächtige fest und stoßen auf Schmuggel aus Belgien mit Millionenwert

Von Blaulichtreport
Kokain-Schlag im Ruhrgebiet
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Staatsanwaltschaft Duisburg, die Zollfahndung Essen und die Polizei Essen melden einen Schlag gegen den internationalen Drogenhandel. Im Zentrum der Ermittlungen steht eine Gruppe, die verdächtigt wird, Kokain gewerbsmäßig aus Belgien nach Deutschland geschmuggelt und weiterverbreitet zu haben. Drei Personen befinden sich inzwischen in Haft.

Festnahmen und Durchsuchungen

Am 10.04.2026 nahmen Kräfte der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift, kurz GER, drei Beschuldigte fest. Die Maßnahme erfolgte unter Federführung der Staatsanwaltschaft Duisburg. Zugleich wurden zwei Objekte durchsucht.

Nach Angaben der Ermittler richtet sich das Verfahren gegen eine Gruppe, die seit längerer Zeit im Verdacht steht, Kokain im Kilogrammbereich einzuschmuggeln und damit Handel zu treiben. Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Sicherstellung von 18,5 Kilogramm Kokain im April 2025 bei einer Kontrolle des Postverkehrs durch das Hauptzollamt Köln.

Ermittlungen über mehrere Länder hinweg

Die Ermittler identifizierten eine Gruppe aus dem Ruhrgebiet, den Niederlanden und Belgien. Der Verdacht: Das Kokain sei in speziell hergerichteten Verstecken nach Deutschland gebracht, dort verpackt und anschließend unter missbräuchlich verwendeten Absenderangaben versandt worden.

Bei der mutmaßlichen Einfuhraktion am 10.04.2026 griffen die Fahnderinnen und Fahnder zu. Ein 42-jähriger Hauptverdächtiger wurde festgenommen. Seine Wohnung und eine Garage wurden durchsucht. In einem Pkw mit präparierten Schmuggelverstecken stellten die Einsatzkräfte weitere Beweismittel sicher.

Weitere Festnahmen in Oberhausen

Auch in Oberhausen kam es zu Festnahmen. Dort nahmen die Kräfte einen 34-jährigen albanischen Staatsangehörigen sowie eine 35-jährige polnische Staatsangehörige fest. Beide sollen für die Umverpackung und die Versendung von Kokain nach Australien verantwortlich gewesen sein. Auch in diesem Zusammenhang wurden weitere Beweismittel sichergestellt.

Haft und laufende Ermittlungen

Gegen alle drei Beschuldigten ordnete das Amtsgericht auf Antrag Untersuchungshaft an. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg dauern an.

Wert der sichergestellten Drogen

Der durchschnittliche Straßenverkaufspreis des sichergestellten Kokains im Gewicht von rund 17 Kilogramm beträgt über 1,2 Millionen Euro.

Hintergrund zur Ermittlungsgruppe

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift besteht paritätisch aus Beamtinnen und Beamten des Zollfahndungsamtes Essen und des Polizeipräsidiums Essen. Zollfahndung und Polizei ermitteln laut Mitteilung bereits langjährig erfolgreich gemeinsam in Fällen der schweren und organisierten Rauschgiftkriminalität.

Mit den aktuellen Festnahmen und Sicherstellungen setzen die Behörden ihre Ermittlungen gegen ein grenzüberschreitend organisiertes Netzwerk fort. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Einfuhr von Kokain, sondern auch dessen weitere Verarbeitung und Versendung über internationale Wege.

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