Gefälschter Autoverkauf in Köln: Polizei schlägt zu
Zwei Tatverdächtige festgenommen – Polizei warnt vor Betrug beim Online-Autokauf

Am späten Montagabend ereignete sich in Köln-Dellbrück ein bemerkenswerter Polizeieinsatz: Dank aufmerksamer Zeugen konnten Einsatzkräfte zwei mutmaßliche Täter festnehmen, die über eine Internetplattform einen Mietwagen zum Verkauf anboten. Das Fahrzeug, ein VW Tayron, sowie gefälschte Dokumente wurden durch die Polizei sichergestellt.
Versuchter Autoverkauf mit gefälschten Kennzeichen
Nach bisherigen Ermittlungen hatten die Tatverdächtigen einen Mietwagen über eine angemietete Internetplattform inseriert. Ein 34-jähriger Interessent zeigte sich an dem Wagen interessiert und arrangierte eine Besichtigung bei der Polizeiwache Kalk. Bei der Überprüfung fiel sofort auf, dass die am SUV angebrachten Kölner Kennzeichen nicht zum Fahrzeug passten, sondern eigentlich für einen VW Golf ausgestellt sind.
Der potenzielle Käufer reagierte umsichtig: Er meldete die dubiose Situation und half, ein weiteres Treffen mit den „Verkäufern“ zu arrangieren. Am neuen Treffpunkt griff die Polizei zu und nahm die beiden Tatverdächtigen fest.
Durchsuchung und weitere Ermittlungen
Bei der Festnahme fanden die Beamten nicht nur die gefälschten Fahrzeugdokumente: Die Überprüfung der Personalien des 44-jährigen Hauptverdächtigen zeigte, dass dieser falsche Angaben gemacht hatte. Zudem lag bereits ein Haftbefehl wegen Gefährdung des Straßenverkehrs gegen ihn vor, ebenso wie eine Aufenthaltsermittlung wegen Hehlerei. Der Mann soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.
Komplize meldete angeblichen Diebstahl
Kurz nach der Festnahme wurde ein zweiter Tatverdächtiger auffällig: Gegen 1 Uhr versuchte der mutmaßliche Komplize in Düsseldorf, den Diebstahl des Mietwagens anzuzeigen. Allerdings verstrickte er sich laut Polizei in massive Widersprüche; die Düsseldorfer Beamten nahmen daher Kontakt zu den Kölner Kollegen auf. Der 21-Jährige muss sich nun unter anderem wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten.
Polizei warnt vor Betrug beim Online-Autokauf
Angesichts des Falls spricht die Polizei erneut eine eindringliche Warnung aus: Wer ein Auto über Internetplattformen kaufen möchte, sollte Dokumente penibel prüfen und skeptisch sein, wenn Fahrzeuge deutlich unter dem üblichen Marktwert angeboten werden. Besonders bei Barkäufen ist Vorsicht geboten – riskante Geschäfte sollten vermieden und Verdachtsfälle umgehend gemeldet werden.
Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Vorsichtsmaßnahmen beim Online-Fahrzeughandel. Die Polizei setzt weiterhin auf die Zusammenarbeit mit aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern, um organisierte Betrugsmaschen effektiv aufzudecken und zu verhindern.
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