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Fast 160.000 illegale E-Zigaretten sichergestellt

Zollfahndung Essen deckt halbe Million Euro Steuerschaden auf – Ermittlungen gegen zwei Verdächtige laufen

Von Blaulichtreport
Fast 160.000 illegale E-Zigaretten sichergestellt
Fiktives KI-SymbolbildKI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

Die Zollfahndung Essen hat in einer groß angelegten Aktion den Handel mit illegalen E-Zigaretten ins Visier genommen und dabei eine Rekordmenge unversteuerter Ware sichergestellt. Im Rahmen von Durchsuchungen an mehreren Standorten wurden fast 160.000 E-Zigaretten beschlagnahmt. Der dabei entstandene Steuerschaden beläuft sich auf rund eine halbe Million Euro.

Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität im E-Zigaretten-Handel

Im Zentrum der Ermittlungen stehen zwei 36-jährige chinesische Staatsangehörige, denen zur Last gelegt wird, nicht versteuerte E-Zigaretten eingeführt, eingelagert und weiterverkauft zu haben. Die Zollfahndung Essen, mit Dienstsitz in Münster, arbeitete dabei eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Bereits am 28.06.2024 wurden im Zuge einer ersten Durchsuchung beachtliche 156.000 E-Zigaretten auf 30 Europaletten sichergestellt. Die Aktion wurde durch detaillierte Auswertungen schriftlicher und digitaler Beweismittel vorbereitet. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht auf einen weiteren Lagerort.

Sicherstellungen an mehreren Standorten

  • In Lünen, dem neuen Firmensitz, sowie in einer Wohnung in Gladbeck wurden am 01.04.2025 zusätzliche Beweise gefunden.
  • In der Wohnung wurden 700 E-Zigaretten ohne Steuerzeichen festgestellt.
  • In den Firmenräumen lagerten über 7.000 Pods und fast 800 unversteuerte Liquids.
  • Die Ermittler gehen davon aus, dass die Ware systematisch importiert, zwischengelagert und schließlich illegal auf dem deutschen Markt vertrieben wurde. Die Untersuchungen laufen im Auftrag der Staatsanwaltschaft weiter.

    Steuerliche Hintergründe und rechtliche Konsequenzen

    Das Geschäft mit E-Zigaretten und deren Liquids ist seit dem 01. Juli 2022 steuerpflichtig. Die sogenannte Tabaksteuer für Liquids beträgt seitdem 0,26 Euro pro Milliliter. Verstöße gegen diese Regelung werden sowohl strafrechtlich als auch steuerrechtlich verfolgt.

    Ausblick: Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

    Die Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft sind weiterhin im Gange. Weitere Durchsuchungen und Vernehmungen sind nicht ausgeschlossen.

    Mit dem aktuellen Fall wird erneut deutlich, wie wichtig der Kampf gegen Steuerhinterziehung und illegale Handelsstrukturen im Tabak- und E-Zigarettenmarkt ist. Die Entwicklung bleibt weiterhin spannend und wird von den zuständigen Behörden eng verfolgt.

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