Falscher Anwalt erbeutet fünfstelligen Betrag
Aachen: Polizei warnt vor Schockanrufen und rät zu Vorsicht und direkter Kontaktaufnahme mit Angehörigen

Am Montagabend wurde eine 98-jährige Frau aus dem Raum Jülicher Straße in Aachen Opfer einer raffinierten Betrugsmasche. Die Seniorin verlor dabei einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag. Der Fall zeigt erneut, wie geschickt und skrupellos Täter bei sogenannten Schockanrufen vorgehen.
Der Tathergang: Ein angeblicher Rechtsanwalt am Telefon
Gegen 19:45 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf. Am anderen Ende der Leitung meldete sich ein Mann, der sich als Rechtsanwalt ausgab. Dieser berichtete von einem angeblichen Verkehrsunfall ihres Sohnes, der sich ereignet habe und derzeit einen Krankenhausaufenthalt notwendig mache. Um eine angebliche Haftstrafe des Sohnes abzuwenden, forderte der Anrufer die Zahlung einer hohen Geldsumme.
Geldübergabe direkt an der Wohnungstür
Kurz nach dem Telefonat erschien ein bislang unbekannter Täter an der Wohnungstür und nahm den geforderten Geldbetrag entgegen. Die Tochter der Seniorin informierte etwa eine Stunde später die Polizei. Trotz sofort eingeleiteter Nahbereichsfahndung blieb die Suche nach den Tätern bislang erfolglos.
Warnung der Polizei vor Schockanrufen
Die Polizei Aachen warnt eindringlich vor derartigen Betrugsversuchen. Bei dieser sogenannten Schockanruf-Masche geben sich die Täter am Telefon gezielt als Polizisten, Anwälte oder Richter aus und berichten von schweren Unfällen oder anderen Notfällen naher Angehöriger. Durch emotionalen Druck versuchen sie die Betroffenen zur Herausgabe hoher Geldsummen zu bewegen.
Empfehlungen der Polizei: So schützen Sie sich
Die Polizei appelliert eindringlich, im Verdachtsfall konsequent die genannten Maßnahmen zu ergreifen. Aufklärung und Aufmerksamkeit sind der beste Schutz vor Betrug.
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